Freimarktempfang des WESER-KURIER

Klönschnackereien mit Herz

Mehr als 200 Gäste aus Polititk, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien feierten mit beim Freimarktempfang des WESER-KURIER in der Hansekogge neben dem Hansezelt.
23.10.2018, 22:24
Lesedauer: 2 Min
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Klönschnackereien mit Herz
Von Nina Willborn

Draußen schüttelte Sturmtief Siglinde Bremen durch. Bestes Wetter, um den Freimarkt drinnen zu genießen, in der Hansekogge neben dem Hansezelt zum Beispiel. Dorthin hatte der WESER-KURIER knapp 200 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport und Medien zum traditionellen Freimarktempfang eingeladen.

Denn Freimarkt, das ist ja nicht nur die fünfte Bremer Jahreszeit, sondern auch seit Jahrhunderten die Zeit, um alte Freunde zu wiederzusehen, um neue Bekanntschaften zu machen und vielleicht auch das eine oder andere Geschäft einzufädeln.

Ein großes – und in vielen Fällen auch nasses – Hallo gab’s vor allem zwischen den Politikern und Senatsmitgliedern. „Erst mal durchtrocknen“, war die Devise von Thomas Röwekamp, CDU-Fraktionsvorsitzender, während wenige Meter entfernt von ihm auch Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) seine Brille putzte.

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Seit zwei Jahren kann er den Freimarkt sozusagen privat genießen, die dienstliche Aufsicht liegt jetzt beim Wirtschaftsressort. „Da ist der Freimarkt auch gut aufgehoben, es geht viel um Werbung und Marketing“, sagte Mäurer. In Sachen Marketing sieht Bürgerschaftspräsident Christian Weber (SPD) im Moment durchaus noch Potenzial. „Was mich wirklich wundert“, sagte Weber, „ist, dass so viele Bremer in Bayerntracht auf den Freimarkt gehen. Das finde ich dem Norden nicht angemessen.“ Seine Frau Katharina besitze zwar auch ein Dirndl. „Aber das ziehe ich nur da an, wo es auch hingehört“, sagte sie.

Was Bayern angeht, beziehungsweise ihren wohl bekanntesten Politiker, ließ auch WESER-KURIER-Chefredakteur Moritz Döbler mindestens Skepsis erkennen in seiner Rede. „Lassen Sie uns Respekt gegenüber Politikern zeigen, außer vielleicht gegenüber Herrn Seehofer“, sagte er, bevor er die Bedeutung des Freimarkts als Volksfest, also als Veranstaltung für alle Bremer, egal ob alt, jung, klug oder nicht so, buten oder binnen betonte. „Es ist ein Fest für die Menschen, die hier leben, mit ihrer gemeinsamen Geschichte.“

Zumindest die Bremer unter ihnen haben im nächsten Mai bei der Bürgerschaftswahl eine große politische Verantwortung. „Die Wahl wird so spannend wie seit Jahrzehnten nicht. SPD und CDU liegen gleichauf in den Umfragen“, sagte Döbler. „Wir begleiten diese spannende Phase. Unabhängig, neugierig, leidenschaftlich, damit Sie eine gute Entscheidungsgrundlage haben.“

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Für den Herausforderer von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD), CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder, ist dieser Freimarkt der erste in seiner neuen Position. „Ich habe bislang noch nichts Blödes erlebt“, erzählte er. „Klar, mich sprechen vielleicht jetzt mehr Leute an als früher, wenn ich mit meiner Familie über den Freimarkt gehe.“

Sieling wiederum war bislang nur dienstlich dort, er eröffnete den Rummel am Freitag. „Was mich sehr reizen würde, das ist dieses 80 Meter hohe Kettenkarussell“, sagte Sieling. Um lakonisch nachzuschieben: „Es ist ja letztlich auch egal, ob man aus 80 oder aus 40 Metern runterfällt.“

Mittendrin im Getümmel waren auch zehn Leser und Leserinnen des WESER-KURIER. „Ich habe vorher noch nie in meinem Leben etwas gewonnen“, freute sich Cornelia Peper über die Karten. Gemeinsam mit Freundin Martina Reinke genoss sie den Abend in der Hansekogge. „Der beste Platz, an dem man sein kann“, befanden die beiden. Warm, trocken und unterhaltsam.

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