Vespa-Freunde liefern sich eine Rallye

Knatternd durch die Stadt

Ohren zuhalten, jetzt knattert es! Seit Sonnabend, 10 Uhr, sind auf den Straßen in Bremen und umzu ein paar Dutzend Motorroller der Marke Vespa mehr unterwegs als sonst.
14.08.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Knatternd durch die Stadt
Von André Fesser
Knatternd durch die Stadt

Auf geht's: Vespa-Freunde vor dem Rallye-Start in Habenhausen.

Christina Kuhaupt

Ohren zuhalten, jetzt knattert es! Seit Sonnabend, 10 Uhr, sind auf den Straßen in Bremen und umzu ein paar Dutzend Motorroller der Marke Vespa mehr unterwegs als sonst.

52 Rollerliebhaber haben sich aufgemacht, die German Vespa Rallye zu bestreiten. Los ging es am Sonnabend auf dem Gelände des Wassersportvereins Hanse Kogge in Habenhausen. Im Minutentakt machten sich die Fahrerinnen und Fahrer mit ihren Vespas, darunter viele Oldtimer, auf die Strecke. 160 Kilometer galt es am Starttag zu fahren, am Sonntag sollten 60 weitere folgen.

Es geht bei dieser Rallye nicht um die Höchstgeschwindigkeit, erklärte Uwe Bödicker, Präsident des Vespa Club von Deutschland, einem Dachverband der Vespa-Szene. Es sei zwar schon ein sportliches Anliegen, bei dieser Tour mitzufahren, aber man achte als Teilnehmer vor allem auf Genauigkeit, auf das Beherrschen des Fahrzeugs und auf vorausschauendes Fahren.

Europäischer Austausch ist wichtiger Punkt

Auch der touristische Aspekt, die Gegend beim gemeinsamen Fahren mit anderen besser kennenlernen zu können, spiele eine Rolle. Und es gehe bei den Rallyes auch um den europäischen Austausch: Teilnehmer aus ganz Deutschland, aus Österreich, und manchmal auch aus Italien kämen zu dieser gemeinsamen Fahrt zusammen.

„Man lernt hier tolle Ecken kennen, die Routen werden von den regionalen Vereinen so geplant, dass man möglichst viele schöne Orte in der Region kennenlernt." So habe man am Freitag zunächst eine Stadtführung absolviert, für Sonnabendabend war dann ein gemeinsames Abendessen mit Livemusik geplant.

Manche Teilnehmer waren in Hotels untergekommen, andere hatten ihr Wohnmobil dabei. Die Harten wiederum zogen das Zelt vor – angesichts des Bremer Sommers zweifellos eine Herausforderung.

Straßenverkehrsordnung wird trotzdem eingehalten

Vier Kontrollpunkte hatten die Rallye-Teilnehmer am Sonnabend zu absolvieren, erzählte Christian Munderloh von den Bremer Vespa-Freunden. Die Kontrollpunkte dienen der Überprüfung der Geschwindigkeit. Nicht auf die Schnelligkeit kommt es an, sondern auf die Gleichmäßigkeit des Tempos.

Und natürlich galt es, die Straßenverkehrsordnung einzuhalten. Jeder Teilnehmer erhielt im Vorfeld eine Karte mit der Route. Auf der Strecke sind Pausen an touris­tisch interessanten Orten geplant, am Sonnabend ging es unter anderem zum Universum und zum Weserstadion.

Mehr und mehr Teilnehmer mit jedem weiteren Jahr

Mit der Resonanz auf die Rallye waren die Organisatoren hoch zufrieden. Man verzeichne Jahr für Jahr immer mehr Teilnehmer. So mischten sich Stammfahrer mit den Neulingen, für die es sogar eine gesonderte Wertung gibt. Außerdem gibt es eine Damenwertung und eine Teamwertung.

„Insgesamt eine runde Sache!“, rief Dachverbandschef Bödicker, bevor er selbst auf die Vespa stieg. Rumstehen ist nicht seine Sache, Vespafahren ist besser: „Den Spaß kann ich mir ja nicht entgehen lassen!“

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