Kraftwerk Farge wird bis Jahresende mit Schiffen beliefert Kohlenzüge vorerst gestoppt

Bremen (the·mlu). Die Anwohner an den Bahngleisen in Bremen-Nord können vorläufig aufatmen: Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres werden keine Kohlenzüge mehr über die Strecke fahren. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte der Energiekonzern GDF Suez am Donnerstag.
11.07.2014, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Jürgen Theiner und Matthias Lüdecke

Die Anwohner an den Bahngleisen in Bremen-Nord können vorläufig aufatmen: Voraussichtlich bis zum Ende des Jahres werden keine Kohlenzüge mehr über die Strecke fahren. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigte der Energiekonzern GDF Suez am Donnerstag. Demnach lässt GDF den Brennstoff für das Kraftwerk Farge in den kommenden Monaten über den Wasserweg anliefern.

Gegen den Transport der Kohlen über die Schiene protestieren Anwohner schon seit Langem. Aktuell haben sie eine Online-Petition an die Bremische Bürgerschaft auf den Weg gebracht, die den endgültigen Stopp der Kohlenzüge fordert. Bis zum 4. August können Unterstützer die Petition noch unterzeichnen. Bisher haben das gut 200 Bürger aus Bremen-Nord schon getan. Sie kritisieren die Belastung durch Lärm und Kohlenstaub an der Strecke. Die Initiatorin der Petition, Christa Schulz, verweist zudem darauf, dass immer mehr Gebäude entlang der Bahnstrecke durch die Erschütterungen der vorbeifahrenden Züge Schaden nehmen.

Mit diesen Protesten hatte die Entscheidung von GDF für die Anlieferung mit Binnenschiffen allerdings nichts zu tun. Die Frachtkosten für den Transport mit Binnenschiffen sind derzeit günstiger als die über die Schiene. Daher habe die Brüsseler Konzernzentrale kurzfristig umdisponiert, erklärte der Leiter des Kraftwerks, Marco Meyer. Das bedeute aber auch, dass der Konzern nach der jetzt angekündigten Lieferperiode je nach Entwicklung der Kosten für die Transportwege wieder auf die Züge zurückgreifen könnte.

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