Kommentar zu präventiven Corona-Tests

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Arztpraxen sollten in die präventive Teststrategie eingebunden werden, um die Ausbreitung des Coronavirus zu überwachen und Ausbrüche einzudämmen, meint Sabine Doll.
24.07.2020, 05:00
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Von Sabine Doll
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Corona-Tests können nur ein Baustein sein, um eine mögliche zweite Infektionswelle frühzeitig erkennen und eindämmen zu können.

Sebastian Kahnert /dpa

Bremen will auf präventive Reihentestungen setzen, um das Corona-Infektionsgeschehen in Schulen und Kitas im Blick zu haben. In Pflegeeinrichtungen sind solche Tests bereits auf den Weg gebracht. Corona-Tests – anlassbezogen und präventiv – können nur ein Baustein sein, um eine mögliche zweite Infektionswelle frühzeitig erkennen und eindämmen zu können. Die Nachverfolgung von Kontaktpersonen bei Infektionen, Quarantäne, Abstandsgebot und Maskenpflicht gehören ebenso dazu.

Dennoch ist die Teststrategie ausbaufähig. Den Anstoß dazu liefert Bremens Ärztekammer-Präsidentin Heidrun Gitter, die gemeinsam mit den Kinder- und Jugendärzten freiwillige, präventive, stichprobenartige Tests auf das Virus in ausgewählten Arztpraxen vorschlägt. So, wie es in der jährlichen Grippesaison üblich ist, um die Ausbreitung von Influenzaviren in der Bevölkerung zu überwachen – und daraus wichtige Erkenntnisse zu gewinnen. Niemand weiß, wie lange das Coronavirus in der Welt bleibt, wann und ob es überhaupt einen Impfstoff geben wird. Deshalb müssen alle Möglichkeiten genutzt werden, um das Netz weiter zu knüpfen.

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