Kommentar über Bremer Sportvereine

Langfristige Hilfen und Konzepte sind nötig

In den Sportvereinen verschärft die Pandemie ein schon länger bestehendes Problem, meint Nina Willborn. Angesichts sinkender Sportbegeisterung helfen Corona-Sondertöpfe nur bedingt.
16.11.2020, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Langfristige Hilfen und Konzepte sind nötig
Von Nina Willborn
Langfristige Hilfen und Konzepte sind nötig

Das Vereinsleben leidet durch Corona. Für die Bremer Sportvereine hat das schwerwiegende Konsequenzen.

Maurizio Gambarini /dpa

Was der Freizeitsport mit Cafés und Kinos teilt, ist der allgemeine Stempel „erhöhtes Ansteckungsrisiko“. Wie die Veranstaltungsbranche werden auch Hunderte von kleinen und großen Vereinen trotz ihrer oftmals mit so viel Mühe wie Liebe zum Detail erarbeiteten Hygiene- und Abstandskonzepte über einen Kamm geschoren. Das Unverständnis darüber, dass Jugend- und Freizeitmannschaften nun erneut auf unabsehbare Zeit im Abseits gelandet sind, ist verständlich – auch vor dem Hintergrund, dass die Profis spielen dürfen.

Was die Sportvereine vom Rest der Veranstaltungsbranche unterscheidet: Bei ihnen könnten die Soforthilfen zu kurz greifen. Das Problem, das Corona für den Freizeitsport mit sich bringt, verschärft ein bestehendes: die abnehmende Begeisterung der Deutschen für Vereinssport, die auch der Deutsche Olympische Sportbund mit Sorge sieht. Die Struktur des Sports an sich ist in Gefahr, wenn Jugendliche wie Erwachsene mangels der Möglichkeiten, Handball zu spielen oder am Reck zu üben, dauerhaft Lust und Motivation verlieren. Langfristige Hilfen und Konzepte sind nötig, auch aus der Politik.

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