Kathrin Aldenhoff über Flüchtlingszahlen Kommentar: Ungewissheit

Ja, die Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkünfte können durchatmen. Auch die ehrenamtlichen Helfer. Die Mitarbeiter in Ämtern und Behörden wohl erstmal nicht, sie haben einen großen Rückstau zu bearbeiten.
18.03.2016, 00:00
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Kommentar: Ungewissheit
Von Kathrin Aldenhoff

Ja, die Mitarbeiter der Flüchtlingsunterkünfte können durchatmen. Auch die ehrenamtlichen Helfer. Die Mitarbeiter in Ämtern und Behörden wohl erstmal nicht, sie haben einen großen Rückstau zu bearbeiten.

Aber dass sie jetzt Zeit haben, diesen Rückstau zu verkleinern, das tut sicherlich gut. Nicht nur ihnen, sondern auch den Flüchtlingen, die schon hier sind. Denen, die erst einmal bleiben werden, die sich integrieren wollen und müssen.

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Auf diesen niedrigeren Zahlen sollte sich jedoch niemand ausruhen. Niemand weiß, wie sich die Flüchtlingszahlen entwickeln. Ob sie weiter sinken, hängt nicht von der Bremer Politik ab, sondern davon, ob die Waffenruhe in Syrien hält, ob die Balkanroute weiterhin faktisch gesperrt bleibt. Und wie Europa damit umgeht, dass Tausende Flüchtlinge an der griechisch-mazedonischen Grenze festsitzen, unter katastrophalen Bedingungen. Diese Menschen werden nicht einfach umdrehen. Die sinkenden Flüchtlingszahlen sind kein Erfolg an sich. Sich über den Rückgang zu freuen, ohne zu überlegen, wie den Menschen, die an der Grenze festsitzen, geholfen werden kann, ist menschenverachtend. kathrin.aldenhoff@weser-kurier.de

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