Kommentar über Radunfälle in Bremen

Unfallfolgen abmildern und Helm aufsetzen

In Bremen gab es 2018 die meisten verunglückten Radfahrern in Relation zur Bevölkerung. Das soll sich ändern, doch Lösungen brauchen Zeit. Deshalb sollte es eine Helmpflicht geben, so Maurice Arndt.
11.07.2020, 05:00
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Unfallfolgen abmildern und Helm aufsetzen
Von Maurice Arndt
Unfallfolgen abmildern und Helm aufsetzen

Eine vergleichsweise simple Möglichkeit um Unfallfolgen abzumildern: Helm aufsetzen.

Petra Stubbe

Bremen hat ein Problem: Viele Radfahrer auf oft engem Raum ziehen viele Unfälle nach sich. Sogenannte Protected Bike Lanes bieten Schutz, können aber nicht von heute auf morgen entstehen, schon gar nicht in der gesamten Stadt. Appelle an Rad- und Autofahrer nach dem Motto „Gebt aufeinander acht“ sind nett gemeint, doch ernsthafte Verbesserungen sind nicht zu erwarten.

Mit einer Vielzahl von Unfällen von Radlern wird man deshalb weiter rechnen müssen. Dann sollte man wenigstens dafür sorgen, dass sie glimpflich ausgehen. Bei schwereren Unfällen sind oft gravierende Kopfverletzungen zu beklagen. Ein Fahrradhelm kann bis zu 80 Prozent dieser Verletzungen verhindern. Das belegt ein Gutachten des baden-württembergischen Verkehrsministeriums. Darüber hinaus wird man mit einem reflektierenden Helm besser gesehen, sodass man vermutlich den ein oder anderen verheerenden Unfall verhindern kann.

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Allein im Jahr 2018 gab es in Bremen 1401 verunglückte Radfahrer, die oft schwere Verletzungen davontrugen. Um zumindest die Unfallfolgen abzumildern, gibt es eine vergleichsweise simple Möglichkeit: Helme auf – und zwar verpflichtend.

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