Kommentar über den Feuerwehrskandal

Die Bremer Feuerwehr könnte vor unbequemen Fragen stehen

Die Bremer Feuerwehr steht vor der straf- und disziplinarrechtlichen Aufarbeitung diverser Vorfälle in ihren Reihen. Am Ende der Ermittlungen könnten äußert unbequeme Fragen stehen, meint Ralf Michel.
24.11.2020, 20:46
Lesedauer: 1 Min
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Die Bremer Feuerwehr könnte vor unbequemen Fragen stehen
Von Ralf Michel

Dass die gegen die Feuerwehr erhobenen Vorwürfe lückenlos aufgeklärt werden, ist eine Selbstverständlichkeit. Und sollte angesichts der vorliegenden Zeugenaussagen, Beweisfotos und Tonmitschnitte eigentlich auch ohne Schwierigkeiten gelingen. Zumal, weil damit eine Frau vom Kaliber der ehemaligen Präsidentin des Oberlandesgerichts, Karen Buse, beauftragt wurde. Eine gute Entscheidung.

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Doch der eigentliche Sprengsatz für die Feuerwehr liegt woanders. Über Jahre hinweg sollen Führungskräfte der Berufswehr von den rechtsradikalen Chats und sexistischen Übergriffen gewusst und nicht eingegriffen haben. Mehr noch, zum Teil sollen sie sich sogar selbst daran beteiligt haben. Wenn das der Wahrheit entspricht, steht die Feuerwehr vor äußerst unbequemen Entscheidungen. Denn was tun mit diesen Männern, die doch nachdrücklich bewiesen haben, dass sie zum Führen von Menschen nicht geeignet sind? Und das in einem Berufszweig, in dem gegenseitiges Vertrauen über Leben und Tod entscheiden kann.

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