Serie „Ehrenamt in Bremen“ Weiter so, Bremen!

Ehrenamtler setzen sich uneigennützig für das Gemeinwohl ein, ohne dafür viel Dank einzufordern. Das verdient Applaus - und etwas mehr Unterstützung, meint unser Autor.
29.01.2021, 00:00
Lesedauer: 1 Min
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Weiter so, Bremen!
Von Maurice Arndt

In etwa jeder dritte Bremer engagiert sich in seiner Freizeit ehrenamtlich - Tendenz steigend. Das sind gute Nachrichten für alle Bremerinnen und Bremer. Denn Ehrenamtler helfen unserer Gesellschaft, bringen sie voran und tun ganz nebenbei noch etwas Gutes für sich selbst. Das verdient Applaus - und etwas mehr Unterstützung.

In einer immer schnelllebigeren Zeit haben auch Bürger der Hansestadt immer weniger Platz für ihre Freizeit. Das merken auch die ehrenamtlichen Engagements, für die sie immer weniger Zeit aufbringen. Doch - und das ist entscheidend - sie bringen sie dennoch auf. Bravo!

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Die Motive, die heimische Ehrenamtler für ihre Arbeit haben, sind so verschieden, wie die Tätigkeiten denen sie nachgehen. Gemeinsam haben Sie, dass sie alle etwas Gutes für die Gesellschaft tun: Sie trainieren Kinder, löschen Brände, bringen Kultur in unser Leben oder erfüllen Wünsche. Ganz nebenbei lernen sie neue Freunde ebenso wie sich selbst kennen, erweitern ihre Fähigkeiten und haben Spaß.

Kaum einer ist ohne Herzblut dabei. Da knatscht es auch schon mal. Denn klar: Vereine und ehrenamtliche Organisationen sind grunddemokratisch. Andere Meinungen oder Ideen muss man hier aushalten. In den meisten Fällen klappt das, denn das Ziel, Großes und Kleines in der Gesellschaft zum Besseren verändern zu wollen, eint.

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Dank fordern Ehrenamtler nur selten ein, auch wenn sie ihn ab und zu doch ganz gerne hören. Viel wichtiger wäre ihnen jedoch, wenn sie in ihrer Arbeit unterstützt würden, von Arbeitgebern oder staatlicher Seite. Ideen gibt es genug: Arbeitsmaterial und -fläche zur Verfügung stellen oder weniger Bürokratie. Doch scheinbar kann man mit dem Thema Ehrenamt politisch nicht punkten. Eigentlich verwunderlich, wo sich doch so viele Bremer Bürger engagieren. Doch die Schuld bei jenen zu suchen, die sich uneigennützig für unsere Gesellschaft einsetzen wäre falsch. Sie erfüllen ihren Teil für eine intakte Zivilgesellschaft im besten Sinne, sodass man Ihnen zurufen möchte: Macht weiter so, liebe Bremerinnen und Bremer!

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