Kontaktbeschränkungen missachtet

Polizei beendet Feiern in Bremen

In einer Wohnung in der Bahnhofsvorstadt wurde trotz der Corona-Auflagen eine Party gefeiert. Nachdem die Beamten vergeblich klingelten, ließen sie den Schlüsseldienst kommen.
22.11.2020, 12:18
Lesedauer: 2 Min
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Polizei beendet Feiern in Bremen
Von Anna Zacharias
Polizei beendet Feiern in Bremen

In der Bremer Bahnhofsvorstadt fand am Sonnabend eine Geburtstagsfeier statt, die von der Polizei beendet wurde.

Angelika Warmuth/DPA

Wegen mehrerer Verstöße gegen die Corona-Auflagen musste die Bremer Polizei am Wochenende einschreiten. Einsatzkräfte beendeten eine Corona-Party sowie eine Trauerfeier und fertigten mehrere Anzeigen, wie die Polizei am Sonntagvormittag mitteilte.

Am Samstagmorgen wurde die Polizei demnach zu einem Mehrparteienhaus in der Falkenstraße in der Bahnhofsvorstadt gerufen, weil dort eine Party mit vielen jungen Leuten stattfinden sollte. Bereits im Treppenhaus war laute Musik und Lärm zu hören.

Als die Polizisten an der Dachgeschosswohnung klingelten, wurde ihnen auch nach mehrfacher Aufforderung nicht geöffnet. Stattdessen öffnete ein junger, angetrunkener Mann aus der Nachbarwohnung die Tür. Auch hier hatte offensichtlich eine Feier stattgefunden. Der 19-Jährige gab an, die Wohnung, die zu touristischen Zwecken über eine Internetplattform angeboten wird, für die Nacht gemietet zu haben.

Da in der Wohnung nebenan immer noch niemand aufmachte, ließen die Polizisten die Tür durch einen Schlüsseldienst öffnen. Nach den offiziellen Informationen fand dort eine Geburtstagsfeier mit 19 Gästen statt, darunter waren 14 Jugendliche im Alter von 14 bis 17 Jahren. Das Appartement war ebenfalls wie die Nachbarwohnung für die Party gemietet worden. Die Partygäste waren überwiegend betrunken und verhielten sich größtenteils respektlos und unkooperativ. Die Polizei löste die Party auf. Gegen die insgesamt 22 Feiernden wurden Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen der Verstöße gegen die Kontaktbeschränkungen eingeleitet, Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz werden geprüft. Die Jugendlichen wurden nach Hause gebracht.

Auch gegen den 44-Jährigen Vermieter der Wohnung wurde eine entsprechende Anzeige wegen Verstoßes gegen das Beherbergungsverbot gefertigt.

In Bremen Nord verstießen bis zu 50 Gäste einer Trauerfeier am Samstagnachmittag ebenfalls gegen Kontaktbeschränkungen. Die Polizei rückte nach Blumenthal aus, da sich Anwohner über Falschparker und Verkehrsbehinderungen in der Lüder-Clüver-Straße beschwert hatten. Auf dem Hinterhof waren Zelte aufgebaut und bis zu 50 Menschen versammelt, wobei einigen bei Erblicken der Polizisten den Garten fluchtartig verließen.

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Die Verbleibenden gaben an, dass es um eine private Trauerfeier mit Familienangehörigen handeln würde. Die geltenden Hygieneregeln und Kontaktbeschränkungen wurden unzureichend bis gar nicht eingehalten. Die Polizisten sprachen die Trauernden an, die sich dabei größtenteils unwissend und uneinsichtig zeigten. Gegen 33 Personen wurden entsprechende Anzeigen nach dem Infektionsschutzgesetz gefertigt. Die Polizei beendete die Trauerfeier.

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