Vegesacker Hafen Kormoran-Invasion im Museumshaven

Vegesack. So viele Kormorane wie zurzeit gab es schon lange nicht mehr im Vegesacker Hafen - mehr als 20 haben die Skipper gezählt.
13.01.2010, 16:21
Lesedauer: 1 Min
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Von Albrecht-Joachim Bahr

Vegesack. Zuerst den Kopf ins Wasser und mit einem Blubb verschwindet der ganze Vogel. Ein bisschen aufgepaddelter Schaum, einige Luftblasen noch und dann heißt es warten. Nach einer - für menschliche Lungen - Ewigkeit taucht der Kormoran schließlich wieder auf und hält diesmal sogar ein zappelndes Fischlein im Schnabel. Frischeren Fisch gibt?s nicht, denk sich der Gefiederte und schwupps und schluck ist der kleine Schuppenwicht im Schlund verschwunden.

'Das hab ich während meiner 40 Jahre hier im Vegesacker Hafen so noch nicht gesehen, sagt Harald Hanse, Skipper des Zweimasters 'Atlantic'. Auch früher habe es einige Kormorane gegeben, draußen am Leuchtfeuer an der Lesum. Und einzelne haben sich dann hin und wieder auch im Hafen verloren. 'Aber dieses Jahr sind das hier drin so viele wie noch nie!' Gut 20 Kormorane hat Hanse dieser Tage im Hafen gezählt. Dazu noch acht oder neun andere Tauchvögel. Die fressen den Menschen allerdings nicht gerade aus der Hand und legen - einzeln oder in Gruppe - Wert auf gebührenden Sicherheitsabstand.

'Nur durch?s Fenster sehen die einen nicht, auch wenn man mit ihnen quasi Aug? in Aug? steht.' Aber nur einen Schritt vor die Tür gemacht und die Vögel, Enten und Möwen mal ausgenommen, suchen das Weite. Wie unser Kormoran von vorhin, der jetzt nahe der gegenüberliegenden 'Hohwacht' wieder zum Tauchgang ansetzt, und wieder, und wieder - bis er dann tatsächlich wieder mit einem kleinen Fisch im Schnabel auftaucht.

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