Container-Kran in Bremerhaven bricht Kranführer tot geborgen

Bei Verladearbeiten im Hafen von Bremerhaven ist eine Containerbrücke gebrochen und der Kranführer in seiner Gondel in die Tiefe gestürzt. Der Mann konnte nur noch tot geborgen werden.
14.05.2015, 10:12
Lesedauer: 1 Min
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Bei einem tragischen Unfall ist bei Verladearbeiten im Hafen von Bremerhaven ein Kranführer in seiner Gondel rund 50 Meter in die Tiefe gestürzt und getötet worden. Der tonnenschwere Kranausleger mit der Kabine sei am frühen Donnerstagmorgen bis auf den Boden eines Schiffes gestürzt, sagte Uwe Mikloweit von der Polizei Bremerhaven. Der Schaden geht möglicherweise in die Millionen.

Noch ist unklar, was alles beschädigt wurde, als der Kran mit der Kabine auf den Boden des Laderaums des Schiffes krachte. Voraussichtlich mehrere Tage werden wohl keine großen Containerschiffe an der Stromkaje in Bremerhaven festmachen können.

Das Unglück ereignete sich nach Mitternacht. Gegen 0.45 Uhr wurden die Rettungskräfte alarmiert. An den 52 Jahre alten Kranführer kamen die Helfer jedoch erst Stunden später heran. Der Mann lag am Boden des Laderaums des Containerschiffs "Maersk Karachi", um ihn herum verkeilte Trümmer.

Den ganzen Vormittag brauchten die Einsatzkräfte, um die Unglücksstelle zu sichern, erst dann konnten sie die Leiche bergen. Die Angehörigen des 52-Jährigen werden von einem Krisenmanagement-Team und einem Notfallseelsorger betreut.

"Es ist völlig unklar, wie so etwas passieren konnte"

"Es muss erstmal festgestellt werden, welche Schäden entstanden sind", sagte Mikloweit. Es müsse alles gesichert werden. Schlepper würden die "Maersk Karachi" stabilisieren. "Das wird noch eine ganze Zeit in Anspruch nehmen." Noch sei die Containerbrücke mit dem Schiff verkeilt. Es sei unklar, ob ein Teil der Brücke ins Wasser gestürzt ist. Ein Peilschiff solle dies untersuchen. Zudem wurde ein Schwimmkran angefordert. "Es ist völlig unklar, wie so etwas passieren konnte." Mit den Aufräumarbeiten und der Ursachenforschung könne erst begonnen werden, wenn alles gesichert ist.

Rund um die Unglücksstelle wurde die Weser als Wasserstraße für den Verkehr gesperrt. An der Stromkaje, dem Unglücksort, dürfen zunächst keine größeren Containerschiffe anlegen, damit es keine Gefahr durch Wellen gibt.

An der insgesamt fast fünf Kilometer langen Kaje können 14 Großcontainerschiffe anlegen. Bremerhaven ist der viertgrößte Containerhafen Europas. Alleine im vergangenen Jahr wurden dort fast 5,8 Millionen Standardcontainer (TEU) umgeschlagen. (dpa)

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