Erstes Standardwerk über Hermine Overbeck-Rothe erscheint Künstlerleben auf 138 Seiten

Vegesack. Frisch aus der Druckerpresse und rechtzeitig zur Eröffnung der großen Retrospektive "Deine Frau, Dein Freund, Dein Kollege, Dein Alles" liegt nun der Begleitkatalog zu dieser Ausstellung vor. Ganze 138 Seiten stark ist das Buch, das als erstes Standardwerk über die Malerin Hermine Overbeck-Rothe gilt.
07.06.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Von Christina Denker

Vegesack. Frisch aus der Druckerpresse und rechtzeitig zur Eröffnung der großen Retrospektive "Deine Frau, Dein Freund, Dein Kollege, Dein Alles" liegt nun der Begleitkatalog zu dieser Ausstellung vor. Ganze 138 Seiten stark ist das Buch, das als erstes Standardwerk über die Malerin Hermine Overbeck-Rothe gilt.

Wer sich bereits mit Overbeck-Rothe beschäftigt hat, weiß, dass die Künstlerin, die stets im Schatten ihres Ehemanns, des Worpsweder Malers Fritz Overbeck stand, zu Lebzeiten niemals ausstellte. Erst die Geburt des Overbeck-Museums bahnte den Gemälden den Weg in die Öffentlichkeit.

Auch eine kunsthistorische Einordnung des Werks stand bis zum Erscheinen des Katalogs aus. 138 Abbildungen, darunter 121 farbige sowie sechs Aufsätze geben nun erstmals einen breiten Überblick über das Gesamtkunstwerk der Overbeck-Rothe. Friderike Daugelat etwa beleuchtet in einem Artikel Worpsweder Künstlerehen.

In einem Vergleich mit den Paaren Modersohn und Rilke spürt sie dem Geheimnis der glücklichen Verbindung zwischen Hermine und Fritz Overbeck nach. Katja Pourshirazi, Leiterin des Overbeck-Museums, beteiligt sich mit einem Aufsatz über die so genannten Malweiber um 1900 an der kunsthistorischen Einordnung Hermine Overbeck-Rothes: In ihrem Bericht geht sie den Fragen nach, welche Möglichkeiten sich den künstlerisch ambitionierten Frauen dieser Zeit boten und mit welchen Schwierigkeiten sie zu kämpfen hatten. Dritte im Bunde ist Alice Gudera. Die Kunsthistorikerin und Worpswede-Kennerin gibt eine kunsthistorische Einordnung des Werkes. Und Julia Eberle sowie Harald Fiebig zeichnen den biografischen und künstlerischen Weg der Malerin in ihrer ersten Lebenshälfte nach.

Spannende Beiträge für den Katalog liefert auch die Enkelin der Malerin, Gertrud Overbeck. Sie präsentiert eine Auswahl bis heute unveröffentlichter Briefe zwischen der Künstlern und ihren beiden Kindern aus der Zeit nach dem frühen Tod Fritz Overbecks. In den Briefen aus den Jahren 1909 bis 1936 zeigt sich Overbeck-Rothe als fürsorgliche und pragmatische Frau, die ihre Kunst zurückstellt, um in wirtschaftlich schwierigen Zeiten für ihre Familie sorgen zu können - und darüber hinaus das Andenken an ihren berühmten Ehemann zu bewahren. Auch der Fotograf Bernd Wurthmann (er fotografierte für diesen Katalog das Gesamtkunstwerk der Malerin hat einen Aufsatz geschrieben: Er beschreibt, wie die junge Hermine unter den damaligen technischen Voraussetzungen als Fotografin arbeitete und welchen Einfluss ihre Arbeit auf ihr Künstlerisches Werk hatte.

Das Grußwort steuerte Katrin Maibaum bei. Sie ist die Leiterin des Wenzel Hablik Museums in Itzehoe. Dort werden die Bilder Hermine Overbeck-Rothes im kommenden Frühjahr die Wände zieren.

Der Katalog ist während der Ausstellung zum Preis von 24,80 Euro zu beziehen (danach kostet er 29, 80 Euro) und außer im Overbeck-Museum auch im Buchhandel zu haben.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+