Konzerte, Comedy, Theater und Kino im Septemberprogramm des Schlachthofs auf der Bürgerweide Kultur und Kult von Goethe bis Genesis

Das Kulturzentrum Schlachthof hat einen vollen September-Kalender. Es kommen national und international renommierte Gäste. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Broadway-Kult-Soloprogramm „Caveman“ und mit Jan Josef Liefers und Band. Aber Kultur entsteht auch direkt auf der Bürgerweide: Zum Beispiel in Form einer Theaterproduktion, die sich dem Dichter und Menschen Goethe annähert. Mit Spannung werden auch die Finalisten des Kurzfilmwettbewerbs „Mangelware“ erwartet.
31.08.2014, 00:00
Lesedauer: 4 Min
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Von Anke Velten

Das Kulturzentrum Schlachthof hat einen vollen September-Kalender. Es kommen national und international renommierte Gäste. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Broadway-Kult-Soloprogramm „Caveman“ und mit Jan Josef Liefers und Band. Aber Kultur entsteht auch direkt auf der Bürgerweide: Zum Beispiel in Form einer Theaterproduktion, die sich dem Dichter und Menschen Goethe annähert. Mit Spannung werden auch die Finalisten des Kurzfilmwettbewerbs „Mangelware“ erwartet.

Jan Josef Liefers, Martin Sonneborn und der „Caveman“: Das sind die bekanntesten Namen im Septemberprogramm des Kulturzentrum Schlachthof. Musikalisch geht es von Weltmusik über Punk und A-Cappella-Pop bis in die Zeiten von Phil Collins und Genesis. Monats-Highlights sind außerdem das Finale des Kurzfilmwettbewerbs „Mangelware“ und sieben Annäherungen an Goethe. Insgesamt bieten die Bühnen des Kulturzentrums auf der Bürgerweide also wieder eine große Vielfalt guter Argumente für einen Besuch.

Zum Beispiel den gebürtigen Schwaben und Wahlhamburger Michael Krebs, der als Kabarettist bereits ziemlich viele Preise seiner Branche eingeheimst hat – von der „Tuttlinger Krähe“ bis zum „Aschaffenburger Maulaff“. Der studierte Jazzpianist nennt sein aktuelles Programm „Zusatzkonzert“ und verspricht „Super-Speed-Entschleunigung to go“. Was darunter zu verstehen ist, wird sich am kommenden Mittwoch, 3. September, ab 20 Uhr in der Kesselhalle erweisen.

Krawallmacher Michael Sonneborn

Für Krawall und Satire hinreichend bekannt ist Martin Sonneborn, ehemaliger Titanic-Chefredakteur, Gründer der „Partei“ und Außenreporter der „Heute Show“. Er darf daher sein neues Programm auch mit Fug und Recht so nennen. Der Krawallmacher beginnt seine Lesung am Mittwoch, 24. September, 20 Uhr, in der Kesselhalle. Als „Sebastian Vettel unter den Führerscheinlosen“ bezeichnet sich der Kabarettist und Parodist Florian Schroeder. Sein Programm „Entscheidet Euch“ droht dem Publikum nichts weniger als die Beantwortung der ersten und letzten Fragen der Menschheit an: Termin für das politisch-philosophisch-psychologische Gutachten ist Sonnabend, 27. September, 20 Uhr, in der Kesselhalle. Mit dem „Caveman“ ist am Freitag, 26. September, 20 Uhr, wieder einmal der amüsante Beziehungs-Comedy-Dauerbrenner mit Broadway-Wurzeln zu Gast in der Kesselhalle – schließlich haben sich bislang erst acht Millionen Zuschauer dafür erwärmen können.

Die Schlachthof-Theaterwerkstatt lädt für kommenden Mittwoch, 3. September, 20 Uhr, zur Premiere eines Goethe-Abends mit sieben Regisseuren und einem Schauspieler ein. Tobias Pflug, Erik Roßbander, Jens Tramsen, Arno Sudermann, Arnim Beutel, Günther K. Harder und Jonas Steglich haben sich nämlich für die Inszenierung die Frage nach ihrer eigenen Haltung zu Goethe gestellt. In der Rolle des Mephisto setzt sich Schauspieler Jonathan Prösler in den sieben Episoden mit seinem Schöpfer auseinander, um den Menschen hinter dem formidablen Nationaldichter zu verstehen. Weitere Aufführungen von „Mephisto.sein.Goethe“ folgen am Donnerstag, 4. September, und Donnerstag, 25. September.

Wer Appetit hat auf eine „opulente Festtafel des improvisierten Theaters, bei der niemand weiß, was aufgetischt wird“, wird am Freitag, 19. September, 20 Uhr, gut bedient: Die Theaterwerkstatt präsentiert „Die Beiden aka nichts muss“. Eine biografische Tanztheatercollage haben die Theaterpädagogin Isabelle Heyne und die Choreografin Mona Hempel entwickelt und inszeniert: In ihrem Stück „mono:poly Die Reproduktion einer Regel“ geht es um Monogamie und andere Beziehungsformen. Premiere ist am Sonnabend, 20. September, 20 Uhr, in der Theaterwerkstatt, weitere Aufführungstermine am Sonntag, 21. September und Montag, 22. September. Am Freitag, 19. September, 20 Uhr, werden in der Kesselhalle die Finalisten des Kurzfilmwettbewerbs „mangelware24“ präsentiert, eine Kooperation von Schlachthof-Theater- und Medienwerkstatt.

Wer sich noch mit dem Gedanken trägt, die Konzerte der Berliner „Beatsteaks“ (am 18. September) oder der Death-Metal-Band „Bolt Thrower“ (am 21. September) zu besuchen, kommt zu spät: Beide Termine sind längst ausverkauft. Doch es gibt für Musikfans allerlei Alternativen. Am Freitag, 12. September, 20 Uhr, kommen „Aquabella“ in die Kesselhalle mit Hits der Weltmusik, am Sonntag, 14. September, ebenfalls 20 Uhr, versprechen die drei international renommierten Jazzmusiker des „Trio Sosa – Kraus – Ovalles“ ein perkussives rhythmisches Feuerwerk.

Jan Josef Liefers Band „Oblivion“

Parallel sind am 14. September ab 19 Uhr „The Peacocks“ aus der Schweiz im Magazinkeller zu Gange mit ihrer typischen Mixtur aus Punk, Rockabilly und Psychobilly. Am Montag, 15. September, kommt ab 20 Uhr Jan Josef Liefers mit seiner Band „Oblivion“ und dem Programm „Radio Doria – Die freie Stimme der Schlaflosigkeit“ in den Schlachthof. Am Sonnabend, 20. September, 20 Uhr, zollt die Band „Phil“ Tribut an die Musik von Phil Collins und Genesis. Am Donnerstag, 25. September, 20 Uhr, ist das A-Cappella-Quartett „Maybebop“ zu Gast in der Kesselhalle.

Zwei Septembertermine gibt es auch für das Kindertheater auf dem Magazinboden: Am Sonntag, 21. September, spielt die Compania t das Stück „Johann und die Glücksfee“. Am Sonntag, 28. September, gibt das Theater Tom Teuer „Des Kaisers neue Kleider“. Beide Stücke beginnen um 11 Uhr und sind für Kinder ab 4 Jahren geeignet.

Auf einen schönen Spätsommerabend hoffen die Veranstalter für den Sonnabend, 6. September: Dann soll nämlich ab 22 Uhr Open-Air in der Schlachthof-Arena der vielgelobte und Oscar-nominierte Kinofilm „Inside Llewin Davis“ gezeigt werden. Die Organisatoren kündigen spontane Planungen immer aktuell über ihre Facebook-Adresse „Schlachthofkneipe Bremen“ an. Das ausführliche Veranstaltungsprogramm und sämtliche Angebote im Kulturzentrum auf der Bürgerweide sind im Internet unter der Adresse www.schlachthof-bremen.de zu finden. Für den Kartenvorverkauf ist das Schlachthof-Büro in den Sommerferien von 10 bis 17 Uhr geöffnet, danach wieder wie gewohnt von 10 bis 19 Uhr. Telefonisch ist das Kulturzentrums-Team unter der Rufnummer 37 77 50 zu erreichen.

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