Proben zu Musical in Bremen-Osterholz

„Afrika kommt“ – auch wenn’s kalt ist

Bremen. Am Donnerstag feierte das Musik-Theater „Afrika kommt“ in Tenever Premiere. Schon bei der ersten Kostüm- und Freiluftprobe gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie herrschte vor und hinter der Bühne eine positiv-angespannte Stimmung.
18.05.2010, 15:20
Lesedauer: 1 Min
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Von Melanie Öhlenbach
„Afrika kommt“ – auch wenn’s kalt ist

Für "Afrika kommt" wird derzeit in Osterholz geprobt.

Melanie Öhlenbach

Bremen. Am Donnerstag feiert das Musik-Theater „Afrika kommt“ in Tenever Premiere. Bei der ersten Kostüm- und Freiluftprobe gemeinsam mit der Deutschen Kammerphilharmonie herrschte vor und hinter der Bühne eine positiv-angespannte Stimmung.

Den sechs Tänzern aus Ghana war die Kälte aber nicht anzumerken. Mit strahlenden Gesichtern bewegten sie sich zum Rhythmus afrikanischer Trommeln über die Bühne. Vor einer Woche sind die Schüler des Centre für Talent Expression extra auf Einladung der Deutschen Kammerphilharmonie aus Winnebain die Hansestadt gekommen.

Ihr Auftritt war auch fast der einzige, der beim ersten Probelauf reibungslos klappt. Immer wieder musste Regisseurin Silke Lange die Proben unterbrechen: Mal tauchten die Schauspieler nicht rechtzeitig auf, mal funkte die Technik dazwischen oder Requisiten fehlten. Geduld war angesagt – auch bei den über 200 Schülern aus der Gesamtschule Bremen-Ost, die bei „Afrika kommt“ im Mittelpunkt stehen.

Als Vorlage hat Silke Lange den Roman „Der Chronist der Winde“ von Henning Mankellausgewählt. Er erzählt die Geschichte des Straßenjungen Nelio, der nach einer Schießerei im Sterben liegt. „Ich wollte nicht nur ein Musical machen, sondern ein Stück Afrika hier zeigen“, sagte sie.

Dass bei der Premiere am Donnerstag alles reibungslos über die Bühne geht, davon sind Jasmin und ihre Schulkameraden fest überzeugt. Schließlich proben sie seit April intensiv für ihren großen Auftritt. „Das wird sicher ganz toll“, sagt die Elfjährige aus Osterholz, die eines der Straßenkinder aus NeliosBand spielt. Sie ist froh, dass ihr dieses Schicksal im normalen Leben erspart bleibt. „Ich hätte kein Zuhause, sondern müsste auch bei Regen auf der Straße schlafen. Und ich hätte nichts zu essen und könnte nicht zur Schule gehen.“

„Afrika kommt“ wird am Donnerstag, 20. Mai, um 20.30 Uhr und am Freitag, 21. Mai, um 11 Uhr auf dem Gelände an der Neuwieder Straße / Otto-Brenner-Allee aufgeführt. Karten gibt es unter Telefon 32 19 19und an der Abendkasse. Sie kosten 26 Euro, ermäßigt 19 Euro. Schüler zahlen neun Euro. Jeweils ein Euro geht an das Centre forTalent Expression in Ghana.

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