Verfilmung des Bremer Kult-Buchs "Neue Vahr Süd" Böhrnsen gratuliert zum Grimme-Preis

Bremen. Die Geschichte um den schusseligen Bremer Frank Lehmann, der 1980 vergisst, den Wehrdienst zu verweigern, wird mit einem Grimme-Preis ausgezeichnet. Über die Auszeichnung der Verfilmung freut sich nicht nur Bürgermeister Jens Böhrnsen.
16.03.2011, 14:53
Lesedauer: 2 Min
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Von Simone Gorecki

Bremen. Durchmarsch für die öffentlich-rechtlichen Fernsehproduktionen: Bei der diesjährigen Vergabe der Grimme-Preise sind die privaten Fernsehsender leer ausgegangen, die Öffentlich-Rechtlichen räumten sämtliche Auszeichnungen ab. Dazu gehört auch die Verfilmung von „Neue Vahr Süd“.

Am 1. April werden die Grimme-Preise bei einer Gala übergeben, vorab wurden am Mittwoch die Gewinner bekannt gegeben. Der von WDR und Radio Bremen produzierte Fernsehfilm „Neue Vahr Süd“ wird in der Kategorie Fiktion ausgezeichnet.

D ie Jury lobt die Verfilmung des Bestsellers von Sven Regener mit den Worten: "Eine im deutschen Fernsehen höchst seltene, ironisierte leichte Lässigkeit verströmen die 90 Filmminuten. Das trifft den Geist der Vorlage von Sven Regener und gibt dem Film zugleich seine Eigenständigkeit. (…) Stimmig-stimmungsvoll der Soundtrack, liebevoll die Ausstattung, vorzüglich das gesamte Ensemble, aus dem der Hauptdarsteller hervorsticht: Frederick Lau."

Der Film spielt zum großen Teil in Bremen. Gedreht wurde Anfang Mai 2010 im Viertel, was viele Anwohner mit großem Interesse verfolgten. Das merkt auch Radio-Bremen-Programmdirektor Dirk Hansen an: „Bei den Dreharbeiten in Bremen war es geradezu rührend, wie engagiert sich die Menschen dieser Stadt an der Inszenierung des Romans beteiligt haben. Bis in die Komparsenrollen wollten sie der Vorlage gerecht werden.“

 

Auch Bremens Bürgermeister Jens Böhrnsen ist von dem Engagement der Bremer begeistert: "Meinen herzlichen Glückwunsch an alle, die an diesem tollen Film vor und hinter der Kamera mitgewirkt haben." Besonderen Dank richtet er in einer Pressemitteilung an jene, die als Komparsen bei den Dreharbeiten mitgearbeitet haben, oder ihre Wohnung zur Verfügung stellten.

Mit dem Grimme-Preis werden stellvertretend für die Produktion Hauptdarsteller Frederick Lau, Christina Zübert (Buch), Hermine Huntgeburth (Regie) und Bettina Schmidt (Szenenbild).

Mehrfach preisgekrönte Fernsehschaffende

Seinen neunten Grimme-Preisdarf Regisseur Dominik Graf für sein Mafia-Epos "Im Angesicht des Verbrechens" in Empfang nehmen, gab das Grimme-Institut am Mittwoch in Düsseldorf bekannt. In der Kategorie Unterhaltung siegte erstmals Kurt Krömer mit seiner "Internationalen Show". Er war bereits sechs Mal nominiert. Auch ein Tatort wurde mit einem Preis bedacht: „Nie wieder frei sein“ vom Bayerischen Rundfunk mit Miroslav Nemec und Udo Wachtveitl. Im Wettbewerb Information & Kultur gewannen „Aghet – Ein Völkermord“ und „DDR Ahoi!“

Die Gala mit der Übergabe der Grimme-Preise findet am 1. April im Stadttheater von Marl statt. Dann wird auch Thomas Gottschalk dabei sein, dem der Grimme-Preisfür sein Lebenswerk zugesprochen worden war. Zu sehen ist die Veranstaltung um 22.35 Uhr auf 3sat. (mit Material von dpa)

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