Neuer Intendant des Bremer Theaters

Börgerding will zeitgenössisches Theater fördern

Bremen. Der neue Generalintendant des Bremer Theaters ab 2012, Michael Börgerding, will vor allem zeitgenössisches Theater in den vier Spielstätten aufführen lassen. Außerdem solle das Theater stärker als bisher mit anderen Kulturinstitutionen kooperieren.
12.08.2010, 13:11
Lesedauer: 1 Min
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Börgerding will zeitgenössisches Theater fördern
Von Iris Hetscher

Bremen. Der neue Generalintendant des Bremer Theaters ab 2012, Michael Börgerding, will vor allem zeitgenössisches Theater in den vier Spielstätten aufführen lassen. Außerdem solle das Theater stärker als bisher mit anderen Kulturinstitutionen kooperieren.

Bis zu seinem Amtsantritt in zwei Jahren liegen die Geschicke allerdings noch des Hauses noch in den Händen der Spartenleitungen. Hier will Börgerding sich nach und nach einbringen, wie er bei seiner Vorstellung vor Pressevertretern sagte. Mehr dazu folgt in Kürze.

Börgerding wurde 1960 in Lohne, gelegen im Oldenburger Land, geboren. An der Georg-August-Universität in Göttingen studierte er Germanistik, Soziologie und Philosophie. Von 1983 bis 1987 wirkte er als Dramaturg und Regisseur am Jungen Theater Göttingen. Am Niedersächsischen Staatstheater Hannover arbeitete er von 1993 bis 2000 gleichfalls als Dramaturg. Einen Karriereschub erlebte Börderding im Jahr 2000, als er Chefdramaturg und Direktionsmitglied am Hamburger Thalia Theater wurde. Zudem nahm er Lehraufträge an den Universitäten Hamburg und Hannover wahr. Seit 2005 ist Börgerding Direktor der Hamburger Theaterakademie. Dort wirkt er auch als Professor.

Die Findungskommission soll sich dem Vernehmen nach einstimmig für Börgerding entschieden haben. Der Vertrag mit dem bisherigen Intendanten Hans-Joachim Frey war vorzeitig aufgelöst worden. Nach dem Scheitern des Musicals 'Marie Antoinette', den vor allem in diesem Jahr schlechten Ergebnissen der Seebühnenbespielung und weiteren Etat-Eklats ist das Theater Bremen in finanzielle Nöte geraten, die als dramatisch zu bezeichnen noch beschönigend wäre. Daher zählt zu den Vorgaben für den designierten Intendanten, dass er das im Vergleich zu anderen Spartentheatern karge Budget einhält.

Dass Börgerding ein kluger Theaterkopf ist, zeigt seine Vita. Wie gut er haushalten kann, muss sich erst weisen. Immerhin wird ihm ein kaufmännischer Direktor zur Seite stehen, der demnächst in Absprache mit Börgerding benannt werden soll.

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