Christoph Grunenberg wird Nachfolger von Wulf Herzogenrath Bremer Kunsthalle bekommt neuen Direktor

Bremen. Christoph Grunenberg wird neuer Direktor der Kunsthalle Bremen. Am 1. November 2011 tritt der Kunsthistoriker die Nachfolge von Wulf Herzogenrath an. Das teilt die Pressestelle der Bremer Kunsthalle am Dienstag mit.
12.07.2011, 12:49
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Groth

Bremen. Neuer Direktor der Bremer Kunsthalle wird am 1. November Christoph Grunenberg. Der promovierte Kunsthistoriker (Jahrgang 1962) kommt aus Liverpool und leitet dort seit 2001 das renommierte Tate Liverpool. Wie der Kunstverein als Träger der Bremer Kunsthalle mitteilte, wählte man Grunenberg unter zahlreichen Bewerbern aus dem In- und Ausland. Für Grunenberg ist die neue Position die erste führende Position in Deutschland.

Der in Frankfurt am Main geborene und aufgewachsene Grunenberg studierte in Mainz, Berlin und London Kunstgeschichte, Klassische Archäologie und Englische Literatur und promovierte über die Frühzeit des modernen Museums und das Ausstellungswesen im New York der 30er Jahre.

Danach war er in Washington D.C. in der National Gallery of Art, in der Kunsthalle Basel, am Institute of Contemporary Art in Boston sowie am Tate London tätig, ehe er 2001 zum Direktor des Museums Tate Liverpool berufen wurde.

Von dort wechselt er jetzt nach Bremen. Christoph Grunenberg hat zahlreiche Bücher und Kataloge zur modernen und zeitgenössischen Kunst veröffentlicht. Zudem entwickelte er als Kurator Ausstellungen über den politischen Picasso, über Gustav Klimt und über die psychedelische Kunst der 60er Jahre, die jeweils in Liverpool und dann in renommierten Häusern auf dem Kontinent gezeigt wurden.

Aktuell ist seine in der Fachwelt vielbeachtete René Magritte-Ausstellung in Liverpool zu sehen, die anschließend in der Albertina in Wien zu sehen sein wird.

Christoph Grunenberg zu seiner neuen Aufgabe: „Ich freue mich und bin geehrt, die Direktion der Kunsthalle Bremen zu übernehmen, eines der schönsten Museen Deutschlands mit einer bedeutenden und breitgefächerten Sammlung. Mit der kurz bevorstehenden Eröffnung des großen Erweiterungsbaus befindet sich die Kunsthalle an einem wegweisenden Punkt ihrer Entwicklung. Ich freue mich, die Arbeit meines Vorgängers weiterzuführen und durch ein ambitioniertes Ausstellungsprogramm und markante Sammlungspräsentationen das nationale und internationales Profil der Kunsthalle auszubauen.“

Christoph Grunenberg tritt die Nachfolge von Professor Wulf Herzogenrath, der 1994 nach Bremen kam und die Kunsthalle zwei Jahre über seinen möglichen Antritt des Ruhestandes hinaus leitete, um die Vollendung der Erweiterung zu begleiten. Herzogenrath wird am 23. September offiziell verabschiedet.

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