Nach Erweiterung und Modernisierung Bremer Kunsthalle öffnet im August

Bremen. Erweitert und von Grund auf modernisiert öffnet die Bremer Kunsthalle am 20. August wieder ihre Pforten für Besucher. Das gab Kunsthallendirektor Wulf Herzogenrath am Dienstag bekannt. Zur Eröffnung präsentiert die Kunsthalle eine Sammlung mit Meisterwerken aus 600 Jahren.
15.02.2011, 13:14
Lesedauer: 1 Min
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Von Barbara Debinska

Bremen. Erweitert und von Grund auf modernisiert öffnet die Bremer Kunsthalle am 20. August wieder ihre Pforten für Besucher. Das gab Kunsthallendirektor Wulf Herzogenrath am Dienstag bekannt. Zur Eröffnung präsentiert der Bremer Kunstverein Glanzlichter aus seiner Sammlung "600 Jahre Kunstgeschichte".

Ein Akzent liegt dabei auf der französischen Malerei aus dem 19. und frühen 20. Jahrhundert mit Werken von Paul Cézanne, Claude Monet und August Renoir. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Medienkunst, die Direktor Herzogenrath seit den 1990er Jahren für die Kunsthalle erwarb. Zu sehen sind zudem jene Meisterwerke, die als "Noble Gäste" während der Schließzeit in mehr als 20 Museen bundesweit gezeigt wurden.

"Wir stellen unsere eigene Sammlung bewusst ins Zentrum der Wiedereröffnung", sagt Herzogenrath, für den die Sammlung das Herzstück der Kunsthalle ist. Ab 15. Oktober will die Kunsthalle eine Sonderausstellung mit Werken von Edvard Munch zeigen, die vor allem auswärtige Besucher nach Bremen locken soll.

"Die Neubauten, die den Altbau links und rechts wie ein Schmuckstück umfassen, sind bereits fertig", berichtet Herzogenrath stolz. Bis die Bauarbeiten an der Kunsthalle aber Ende April abgeschlossen sind, stehen noch wesentliche Arbeiten auf dem Programm: Der Innenausbau muss noch fertig gestellt werden, das Raumklima muss hinsichtlich Temperatur und Luftfeuchtigkeit stabilisiert werden. Zudem bedarf es noch an Sicherungsmaßnahmen an Fenster, Türen und Dächern. Auch die Beleuchtung muss noch präzisiert werden, da bei empfindlichen Papier-Arbeiten die Grenze von 50 Lux nicht überschritten werden darf.

Erst nachdem all diese Arbeiten erledigt sind, werden die Mitarbeiter, 200.000 Arbeiten auf Papier, 2000 Gemälde und Skulpturen sowie die "Noblen Gäste" in die neue Kunsthalle ziehen.

Rund 33 Millionen Euro, und damit etwa zehn Prozent mehr als ursprünglich geplant, wird die Erneuerung nach Schätzungen des Vorstands des Kunstvereins Bremenkosten. Museumsdirektor Herzogenrath stellte am Dienstag die von einem Berliner Architektenteam neu gebauten Seitenflügel, die modernisierten Ausstellungsräume im Altbau, das Gemäldedepot und die Sicherheitstechnik vor.

Am Eröffnungswochenende ist der Eintritt für Besucher kostenfrei.

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