Neustart nach dem Shutdown Was jetzt beim Museumsbesuch beachtet werden muss

Erst kam die Stadtbibliothek, nun sind die Museen dran und dürfen wieder öffnen. Einige starten gleich am 7. Mai, andere erst in der nächsten Woche.
06.05.2020, 18:58
Lesedauer: 2 Min
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Von Alexandra Knief und Katharina Frohne

Die Museen dürfen wieder öffnen – unter Berücksichtigung gewisser Hygiene-Auflagen. Die Maßnahmen sind dabei in allen Häusern ähnlich, viele orientieren sich an Leitlinien des deutschen Museumsbundes: Markierungen etwa sollen dabei helfen, Abstände einzuhalten; Plexiglasscheiben in den Kassenbereichen sollen Mitarbeiter und Besucher schützen. In einigen Häusern gibt es zusätzlich Einlassbegrenzungen.

Die meisten Veranstaltungen finden bis auf Weiteres nicht statt. In allen Museen ist zudem das Tragen von Schutzmasken Pflicht. So will es das am Mittwoch aktualisierte Gesetzblatt der Hansestadt Bremen. Übersee-Museum, Focke-Museum und Wilhelm-Wagenfeld-Haus öffnen bereits an diesem Donnerstag ihre Türen. Letzteres startet dabei mit einer ganz neuen Ausstellung: Präsentiert werden die Sieger des 18. deutsch-öster­reichisch-schweiz­erischen Wettbewerbs um die 100 besten Plakate.

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Im Focke-Museum sind neben der Sonderausstellung „Schlüsselmomente. Bremen im Pressefoto (1945-2020)“ die Dauerausstellung, das Schaumagazin und die Tarmstedter Scheune zugänglich. Die Sonderausstellung „Mein Name ist Hase“, das Haus Riensberg, die Wissenswerkstatt Archäologie, das Haus Mittelsbüren und die Oberneulander Windmühle bleiben vorerst geschlossen.

Die Weserburg zieht am Freitag nach. „Erst einmal öffnen wir nur die dritte Etage“, sagt Pressesprecher Jan Harriefeld. Ab Dienstag sollen dann alle Bereiche des Museums wieder geöffnet werden. In besagter dritter Etage erwartet die Besucher eine neue Ausstellung, die eigentlich schon Ende März hätte öffnen sollen: „Birgit Jürgenssen. Ich bin.“ Auch die Kunsthalle macht am Freitag wieder auf. Die Ausstellungen „Norbert Schwontkowski. Some of My Secrets“ und „Am Anfang war die Zeichnung. Formen und Funktionen seit der Renaissance“ werden zugänglich sein. Die Eröffnung der Dauerausstellung „Remix 2020. Die Sammlung neu sehen“ verschiebt sich auf den 6. Juni, auch das Café „Sylvette“ bleibt vorerst geschlossen.

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Das Paula-Modersohn-Becker-Museum, das Ludwig-Roselius-Haus und das Gerhard-Marcks-Haus öffnen am Dienstag, 12. Mai. Um Abstandsregeln einhalten zu können, dürfen in ersteren beiden allerdings nicht mehr als 25 Besucher gleichzeitig ins Museum, auch in letzterem gibt es Beschränkungen. "Wenn die maximale Anzahl an Besuchern erreicht ist, müssen die Leute warten“, sagt Frank Schmidt, Direktor der Museen Böttcherstraße.

Im Gerhard-Marcks-Haus sind die drei aktuellen Ausstellungen („Robert Schad – Bremen vierkant“, „Martin Koroscha – stream“ und „Jussuf Abbo – Auf Augenhöhe“) wegen der Schließungspause länger, nämlich bis 11. Oktober zu sehen. Anstelle der öffentlichen Führungen werden Kurzeinführungen zur Ausstellung „Robert Schad“ angeboten. Teilnehmen können maximal zehn Besucher.

Außerdem wichtig: In einigen Häusern weichen die neuen Öffnungszeiten leicht von den bisherigen ab. Änderungen finden Sie auf den Webseiten der einzelnen Häuser.

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