Sicherheitskonzept Breminale: Polizei ist erstmals mit Container vor Ort

Ab Mittwoch soll am Osterdeich wieder gefeiert werden. Nach zwei Jahren Pause ist die Breminale zurück an der Weser. Hier lesen Sie, wie die Organisatoren für die Sicherheit der Besucher sorgen wollen.
12.07.2022, 18:22
Lesedauer: 3 Min
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Von Fabian Dombrowski Lucas Brüggemann

Ab Mittwoch kann am Osterdeich wieder gefeiert werden. Nach zwei Jahren Pause ist die Breminale zurück an der Weser. Damit sich alle wohl und sicher fühlen, haben die Veranstalter wieder ein Sicherheitskonzept entwickelt. Wir beantworten die wichtigsten Fragen zum Thema.

Was ist das Besondere beim Sicherheitskonzept bei der Breminale?

Das offene Gelände sei Fluch und Segen zugleich, sagt Mitorganisator David Weingärtner. Das Festivalareal an der Weser sei von allen Seiten zugänglich, wodurch es zu weniger Stauungen bei den Besuchern komme. "Die Kehrseite ist allerdings, dass es schwieriger ist, zu kontrollieren, wie viele Menschen sich auf dem Gelände befinden", erklärt Weingärtner.

Überall auf der Breminale seien Ordner postiert, die das Festivalgelände und seine neuralgischen Punkte wie den Weg direkt am Weserufer kennen. "Damit es sich zu Ballungszeiten dort nicht zu sehr staut, werden die Zelte auf der Seite zur Weser zugemacht. So wird die Möglichkeit, von dort die Auftritte zu verfolgen eingeschränkt, und der Besucherstrom entsprechend gelenkt." An anderen Punkten wie beispielsweise dem Weg auf der Deichkrone gebe es Wege, um die entsprechenden Bereiche im Notfall schnell zu räumen.

Was ist neu am Sicherheitskonzept der Breminale?

In diesem Jahr gibt es zum ersten Mal eine mobile Wache der Polizei Bremen auf der Breminale. "Damit alle Gäste die Zeit unbeschwert und sicher genießen können, werden uniformierte und zivile Einsatzkräfte der Polizei die Veranstaltung und die Situationen in den umliegenden Straßen begleiten", sagt Innensenator Ulrich Mäurer (SPD). "Es geht auch darum, Präsenz zu zeigen und ansprechbar zu sein", erklärt Weingärtner weiter. Durch die Kräfte vor Ort könne man im Ernstfall schnell Verstärkung anfordern.

Der Polizeicontainer befindet sich am Osterdeich, in Höhe der Hausnummer 15, direkt neben dem Büro des Veranstalters und des Sanitätsdienstes. Zudem sind die Organisatoren mit den örtlichen Krankenhäusern, der Feuerwehr und dem Deutschen Roten Kreuz im engen Austausch, um im Fall der Fälle schnell helfen zu können.

Wie sehen die Verkehrsbehinderungen rund um das Festival-Gelände aus?

Die Bremer Polizei teilt mit, dass der Osterdeich von Mittwoch bis Sonnabend ab 19 Uhr und am Sonntag ganztags für den Individualverkehr von Tiefer bis Sielwall gesperrt. Der Sielwall ist, bis auf Sonntag, jeweils von 21 Uhr bis 5 Uhr für Autos nicht passierbar. Die Polizei empfiehlt, zu Fuß, mit dem Rad oder dem öffentlichen Nahverkehr anzureisen. Wichtig für Radfahrer: Der Fahrradweg am Osterdeich ist von der Mozartstraße bis zur Reederstraße während der Breminale gesperrt.

An wen kann ich mich wenden, wenn ich bedrängt werde?

Sollte es zu sexuellen oder anderweitigen Übergriffen kommen, sei das Sicherheitspersonal speziell ausgebildet, um in solch einer Situation angemessen zu handeln, versichert Weingärtner. "Dieses Jahr sind wir da stärker aufgestellt, als in der Vergangenheit." Zudem sei das Gastro-Personal besonders geschult. "An den Getränkeständen gibt es Anlaufstellen für Besucher und Besucherinnen, die sich bedroht oder unsicher fühlen."

Sollte sich jemand in einer unangenehmen Situation befinden und Hilfe benötigen, könne man hier Hilfe bekommen. "Das Awareness-Team kümmert sich um die Betroffenen. Deren Zentrale auf dem Gelände dient als sicherer Ort oder geschützter Raum für die Betroffenen." Außerdem weist Weingärtner auf das "Respekt"-Konzept der Veranstalter hin. So wolle man die Verbindung zur Nachbarschaft am Osterdeich halten.

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Inklusive Bands und Nachhaltigkeit

Laut Veranstalter sind bis einschließlich Sonntag mehr als 130 Auftritte von Musikern, Bands und DJs auf sieben verschiedenen Bühnen geplant. So spielen am Eröffnungsabend auf der Parkbühne hinter der Kunsthalle die Bremer Elektro-Band "No One Dares", die Hiphop-Crew "KGB" und die Rapperin Lisaholic. Auf der Dreimeterbretter-Bühne gibt es unter anderem Rock'n Roll von "Temper" und Rap von "Aloha Hype". Auf der Radio-Bremen-Bühne treten unter anderen "Karl die Große" auf und "Ami Warning".

Weitere Acts sind die inklusive Band "Club Rock" und die Mischa-Gohlke-Band auf der neuen Schleusen-Bühne sowie die Punk-Bands "Elsen" und "Suck" auf der Flut-Bühne. Das komplette Breminale-Programm ist abrufbar unter breminale-festival.de.

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