Senat gibt grünes Licht

Bremer Kinos dürfen ab Freitag öffnen

Unter strengen Auflagen können Kinos und Theater in Bremen am 12. Juni wieder den Betrieb aufnehmen. Mindestabstände zwischen den Besuchern müssen garantiert werden.
09.06.2020, 16:15
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Bremer Kinos dürfen ab Freitag öffnen
Von Jürgen Theiner
Bremer Kinos dürfen ab Freitag öffnen

Für Filmtheater wie die Schauburg im Bremer Viertel gibt es ab Freitag wieder ein eingeschränkte Betriebserlaubnis.

Louis Kellner

In Bremen dürfen Kinos, Theater und Konzerthäuser ab dem 12. Juni wieder öffnen, allerdings mit deutlichen Kapazitätsbeschränkungen. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Für die Kultureinrichtungen gilt eine maximale Besucherzahl von 200 Personen – nicht pro Saal, sondern pro Veranstaltung. In jedem Fall muss durch ein Betreiberkonzept sichergestellt sein, dass der coronabedingte Sicherheitsabstand von 1,5 Metern zwischen den Besuchern einer Kino- oder Theatervorstellung eingehalten wird. „Das ist eine absolute Größe, von der man nicht abrücken kann“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bei einer Pressekonferenz im Anschluss an die Senatssitzung.

In welchem Umfang insbesondere die Bremer Kinobetreiber von der Erlaubnis des Senats Gebrauch machen, wird sich am Wochenende zeigen. Angesichts der Limitierung der Einlasszahlen könnte sich der Betrieb in einzelnen Spielstätten als Zuschussgeschäft erweisen. Bovenschulte wies jedoch die Vorstellung zurück, der Senat habe eine „Pseudoerlaubnis“ erteilt, die den Unternehmen keine reale wirtschaftliche Perspektive eröffne.

Für die Bremer Clubszene gibt es weiterhin keine Aussicht auf eine rasche Wiederaufnahme des Geschäftsbetriebs, weil in Clubs und Bars die Einhaltung von Mindestabständen zwischen den Gästen nicht sichergestellt werden kann. Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) machte deutlich, dass es für diese Betriebe aktuell nur darum gehen kann, durch staatliche Unterstützung Insolvenzen abzuwenden. Vogt hofft auf eine Fortsetzung der Überbrückungshilfen bis Ende des Jahres. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat nach ihren Worten die Bereitschaft hierzu signalisiert.

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