Virtueller Autoren-Treff Das Projekt "Bremen-Kampala" endet

Irgendwie begann alles damit, dass Nikolas Hoppe seinen Zivildienst in Uganda beendete. „Da bin ich in eine autobiografische Krise gestürzt“, erzählt der junge Autor. Es war der Beginn des virtuellen Projekte namens "Bremen und Kampala".
20.03.2015, 00:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Das Projekt
Von Iris Hetscher

Irgendwie begann alles damit, dass Nikolas Hoppe seinen Zivildienst in Uganda beendete. „Da bin ich in eine autobiografische Krise gestürzt“, erzählt der junge Autor. Hoppe begann, einen Roman über diese Zeit zu schreiben und stellte fest, dass sich seine Unsicherheit ausdehnte: „Mir war nicht klar, welchen erzählerischen Ansatz ich für einen weiteren Afrika-Roman aus der Sicht eines weißen Mitteleuropäers wählen sollte“. Er begann grundsätzlich darüber nachzudenken, wie man gewohnte Narrationsmuster und Stereotypen aufbrechen könnte.

Daraus entstand schließlich die Idee zu einem virtuellen Projekt namens „Bremen und Kampala – Schreiben im transkulturellen Raum“. Hinter diesem etwas akademisch anmutenden Titel verbirgt sich eine Website, auf der sich drei Autoren mit Bremer Bezügen und drei ihrer Kollegen aus der ugandischen Hauptstadt Kampala im Januar im digitalen Raum über das Schreiben von Geschichten und ihr Verständnis von Literatur austauschten.

Nora Bossong, Nikolas Hoppe und Jens Laloire waren auf Bremer Seite mit von der Partie, Deborah Asiimwe, Nyana Kakoma und Ronald Ssegujja hackten im 6000 Kilometer entfernten Kampala in ihre Tastaturen. Unterstützt wurde das Vorhaben vom Bremer Literaturkontor, mit dessen Hilfe Fördermittel der Kulturstiftung des Bundes eingeworben werden konnten, um das Projekt vorzubereiten. So reiste Nikolas Hoppe beispielsweise für zwei Monate nach Uganda und tat die drei Autoren auf, die die afrikanische Seite vertreten sollten.

Am heutigen Freitag wird nun ein Schlusspunkt hinter das Projekt gesetzt. In der Schwankhalle findet eine multimediale Lesung mit Hoppe, Bossong und Laloire statt, zu der sich zur gleichen Zeit in Kampala Asiimwe, Kakoma und Ssegujja einfinden. Es sollen nicht nur die entstandenen Texte gelesen werden, per Liveschaltung wollen die sechs auch direkt miteinander kommunizieren. Beginn ist um 19.30 Uhr.

>> Hier geht's zum Blog

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+