Theaterpreis

„Der Faust“ geht an Bremer Regisseurin

Das Stück „Für Vier“ hat die Jury beeindruckt: Für ihre Arbeit am Jungen Theater Bremen ist Birgit Freitag jetzt mit einer hohen Auszeichnung geehrt worden.
10.11.2019, 18:42
Lesedauer: 1 Min
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„Der Faust“ geht an Bremer Regisseurin
Von Anna Zacharias
„Der Faust“ geht an Bremer Regisseurin

Birgit Freitag wurde für ihre Arbeit im Bremer Jugendtheater ausgezeichnet.

Manja Herrmann

Bremen. Große Ehre für eine Bremer Regisseurin: Birgit Freitag ist am Sonnabend mit dem Deutschen Theaterpreis „Der Faust“ ausgezeichnet worden. Wie das Theater Bremen mitteilte, wurde ihr die Auszeichnung im Staatstheater Kassel verliehen. Freitag ist Preisträgerin in der Kategorie „Regie Kinder- und Jugendtheater“ für ihre Arbeit „Für Vier“ am Jungen Theater Bremen.

„Birgit Freitag zeigt mit ‚Für Vier‘, wie Tanz im Jugendtheater für vier Menschen zum individuellen Ausdrucksmittel und zur gemeinsamen Sprache werden kann. Das Tanzstück besticht durch die Authentizität und Lässigkeit, mit der zwei Jugendliche und zwei Erwachsene, zwei Männer und zwei Frauen die Frage nach der eigenen Identität verhandeln und ihr jugendliches Publikum dabei vom ersten Moment an auf ihrer Seite wissen“, heißt es dazu in der Begründung der Jury.

„,Der Faust‘ für Birgit Freitag ist auch die verdiente Anerkennung für die Arbeit von Rebecca Hohmann und ihrem Team, das konsequent und beharrlich neue Theaterformen für Kinder und Jugendliche sucht und findet“, sagt Michael Börgerding, Generalintendant des Theater Bremen, zur Preisvergabe.

Schon mit dem ersten Stück, das Freitag am Bremer Moks auf die Bühne brachte, „Eins zu Eins“, wurde sie als eine von zehn herausragenden Inszenierungen zum Festival „Augenblick Mal! 2017“ nach Berlin eingeladen. „Der Preis für Birgit Freitag zeichnet eine mutige und richtungsweisende Arbeit im Kinder- und Jugendtheater aus. Wir sind stolz und freuen uns sehr mit ihr“, sagt Rebecca Hohmann, Leiterin des Moks.

Birgit Freitag ist freischaffende Choreografin und Performerin aus Bremen. Seit 1992 arbeitet sie als Tänzerin und Choreografin in verschiedenen Konstellationen an der Schnittstelle von Tanz, Theater und anderen Künsten. Von 1993 bis 2002 war sie Teil der künstlerischen Leitung des internationalen Tanzfestivals „TANZ“ Bremen. Im Jahr 2000 gründete sie die „Every friday | dance production“ für spartenübergreifende Projekte. Im Moks ist „Für Vier“ wieder Ende Januar 2020 auf der Bühne.

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