Bremer Filmkunsttheater Die Schauburg im Wandel der Zeiten

Bremen. Die Schauburg hat sich zum Besuchermagneten für Fans von Filmen fernab des Mainstreams entwickelt. In diesem Jahr feiert das Bremer Filmkunsttheater sein 30-jähriges Bestehen.
02.08.2012, 12:14
Lesedauer: 2 Min
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Von Stefanie Schmidt

Bremen. Die Schauburg ist inzwischen eine Institution in Bremen und hat sich zum echten Besuchermagneten für Fans von Filmen fernab des Mainstreams entwickelt.

Zudem war die Schauburg seit 1929 das erste für Tonfilme eingerichtete Kino in ganz Bremen. Das Alter sieht man ihr aber dank der Renovierung vor zwei Jahren nicht an. Nostalgisch, aber charmant und frisch zugleich versprüht sie ihren Charme und manifestiert sich weiter in den Herzen der Bremer. Vom 7. bis zum 9. September feiert das Kino sein Bestehen mit einem langen Premierenwochenende, einer Ausstellung und Konzerten.

Kaum einer hat das kleine Filmtheater mitten im Viertel noch nicht gesehen. Die wenigsten jedoch dürften die Schauburg als Pornokino erlebt haben. Erst 1982 wechselte die Schauburg das Genre und wurde zum Programmkino für die Filmkunst. Die Geschichte des Kinos zeigt eine Ausstellung Plakaten, Fotos und mehr aus den 70er Jahren bis heute gezeigt. Entlang der Treppe können Besucher so bis in die Gegenwart der Schauburg emporsteigen und die Geschichte miterleben. Wer es bis zur obersten Stufe geschafft hat, darf sich in den Kino-Sesseln der Säle den drei Premieren widmen, die vom 7. bis zum 9. September gezeigt werden.

Am Freitag, 7. September, um 20 Uhr geht es los mit dem Film: „Was bleibt“ von dem Regisseur Hans Christian Schmidt, der zusammen mit dem Hauptdarsteller Lars Eidinger zu Gast in der Schauburg sein wird. Danach gibt um 22.30 Uhr die Bremer Band „Les Rabiates“ ein Jazz-Rock´n´Roll und Polka-Beat Konzert.

Am Samstag, 8. September, kommt anlässlich der Premiere des Films „Wir wollten auf's Meer“ August Diehl samt Regisseur Toke C. Hebbeln ins Programmkino. Neben seinen schauspielerischen Fähigkeiten, können sich die Besucher beim Konzert von „Hands-up Excitement“ auch von seinem musikalischen Talent überzeugen. Die musikalisch bunte Truppe um Hans Narva, ehemaliger Bassist der DDR-Punkband "Herbst in Peking", liefert ein klassisches Rockbandsetting mit Gitarre, Schlagzeug und Bassgitarre im Zusammenspiel mit einem Streicher-Ensemble aus Cello, Bratsche und zwei Violinen.

Der Sonntag, 9. September, wird etwas ruhiger: Bereits um 15 Uhr wird die letzte Premiere des langen Jubiläumswochenendes gezeigt. Das französische Drama „Liebe“ wurde mit der goldenen Palme bei den Filmfestspielen in Cannes ausgezeichnet und ist keineswegs leichte Kost. Regisseur Michael Haneke wagt sich mit dem Film an das Thema Alter und Tod heran. Alle Konzerte sind kostenfrei.

Außerdem werden Filmfans auf dem Kinoflohmarkt vielleicht bei der Suche nach ihrem Lieblingsfilmplakat fündig. Am Hinterausgang des Filmkunsttheaters in der Horner Straße neben Blumen Lauprecht holt die Schauburg wieder allerlei Schätze, die sich im vergangenen Jahr angesammelt haben, aus ihrem Keller. Übrigens hat man uns verraten, dass der Besitzer der Schauburg (und der Gondel, sowie dem Atlantis) Manfred Brocki am 9. September auch etwas zu feiern hat: Er setzt der Jubiläumsfeier mit seinem 60. Geburtstag quasi noch das Krönchen auf.

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