Bewerbungsrekord und viele Frauen

Die Showcases auf der Jazzahead 2020 stehen fest

Die Showcases für die diesjährige Jazzahead im April stehen fest - mit zwei Besonderheiten: Es gibt erstmals viele weibliche Bands und große Formationen.
10.01.2020, 21:58
Lesedauer: 1 Min
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Die Showcases auf der Jazzahead 2020 stehen fest
Von Elena Matera
Die Showcases auf der Jazzahead 2020 stehen fest

Matthew Whitaker spielte im vergangenen Jahr auf der Jazzahead.

Anthony Maglione

Die Showcases der diesjährigen Jazzahead stehen fest, wie das Team der Messe Bremen mitteilt. Die Showcases – in Blöcke gebündelte Kurzkonzerte – sind das Kernstück des Jazzahead-Festivals, das das Branchentreffen begleitet. Sie laufen wie immer parallel zum Messeprogramm vom 23. bis 26. April. Das Festival startet bereits einige Tage vorher, am 17. April.

In diesem Jahr treten erstmals mehr Frauenbands auf als in den vergangenen Jahren. Von den insgesamt 40 Gruppen würden 21 von Frauen geleitet und geprägt, teilt die Jazzahead mit. „Dies zeigt mehr als deutlich, dass der Jazz nicht mehr eine ausschließlich nur von Männern dominierte Musik ist“, kommentiert Trompeter Ulrich Beckerhoff, neben Peter Schulze künstlerischer Leiter. Auch ein zweiter Trend zeichne sich in diesem Jahr ab: Es treten viele große Formationen auf.

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Wie immer gibt es vier Showcases: Bei der „Canadian Night“ präsentiert sich das diesjährige Partnerland Kanada mit acht Ensembles. Es spielen unter anderem Schlagzeuger und Grammy-Preisträger Larnell Lewis und das kammermusikalische Duo Silvervest. Im zweiten Showcase, der „German Jazz Expo“, treten acht deutsche Künstler auf, unter anderem die Big Band der Bassistin, Komponistin und Arrangeurin Hendrika Entzian, die den WDR-Jazzpreis erhalten hat, und die Pianistin Johanna Summer.

Der dritte Showcase ist acht Bands aus nicht-europäischen Ländern gewidmet. Beim „European Jazz Meeting“ treten 16 Bands auf, unter anderem die zehnköpfige Formation der Pianistin und Komponistin Luzia von Wyl aus der Schweiz oder die britische Sängerin Julia Biel. Wie immer haben vier international besetzte Jurys die Künstlerinnen und Künstler für die Programme ausgewählt – dieses Jahr habe es 816 Bewerbungen aus 50 Ländern gegeben, teilt das Team des Jazzfestivals mit.

Die Fachmesse rund um das Thema Jazz wird in diesem Jahr 15 Jahre alt, das begleitende Festival geht in seine zehnte Runde. Gerahmt wird das Jazzahead-Programm von einem Eröffnungs- und einem Galakonzert. Neben den Konzerten finden auch wieder viele Lesungen, Vorträge, Film- und Tanzvorführungen rund um das Thema Jazz und das Partnerland Kanada statt.

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