Bremer Theaterprofis Dramaturg des Stücks "La dolce vita"

Bremen. Peter Hägele ist seit August 2009 als Gast-Dramaturg im Schauspiel am Theater Bremen verpflichtet und betreut zurzeit das Stück „La dolce vita“, das am 11. Februar Premiere in Bremen feiert.
09.02.2010, 08:00
Lesedauer: 1 Min
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Von Barbara Debinska

Bremen. Peter Hägele ist seit August 2009 als Gast-Dramaturg im Schauspiel am Theater Bremen verpflichtet und betreut zurzeit das Stück „La dolce vita“, das am 11. Februar Premiere in Bremen feiert.

„Das Schauspiel ist eine Adaption des italienischen Filmklassikers von Frederico Fellini und handelt von Marcello Rubini, einem Sensationsreporter, der zwischen Wunsch und Realität hadert“, fasst Hägele den Inhalt zusammen.

Während der Film sich sehr viel stärker auf die Gesellschaft mit rund 400 Schauspielern konzentriere – 56 der Personen werden namentlich genannt – gäbe es im Schauspiel lediglich neun Charaktere. Der Fokus liege dabei auf der Figur des Marcello Rubini, in dessen Kopf sich die gesamte Gesellschaft vor allem abspielt, „also Wunsch und Realität streiten sich in seinem Kopf“, erklärt der 43-jährige Dramaturg.

Zusammen mit der Regie hat Hägele das Stück auf der Basis eines Zusammenschnitts der Film-Abschrift und des Drehbuchs entwickelt. Das Drehbuch, das viel literarischer sei, stimme allerdings wenig mit dem Film überein, sagt Hägele. Zudem sollen eigens formulierte Texte dem Stück einen modernen Anstrich geben.

Noch bis Ende April vertritt Peter Hägele am Bremer Theater eine erkrankte Kollegin und geht danach wieder zurück nach München. Der gebürtige Stuttgarter hat in Tübingen und München Theaterwissenschaft, Philosophie und Psychologie studiert.

Nach diversen Stationen unter anderem beim Bayerischen Rundfunk, dem Langenscheidt Verlag und Theatern in Pforzheim und München sowie Opernhäusern in Stuttgart und Amsterdam arbeitet Hägele heute als Dramaturg, Theaterpädagoge und Regisseur auch in der freien Szene überwiegend im süddeutschen Raum.

„In der Regel beginnt ein Dramaturg zwei Monate vor der Aufführung sich mit einem Stück wissenschaftlich zu befassen“, erzählt Hägele. Zusammen mit den Regisseuren wird ein Konzept zum jeweiligen Thema entwickelt. „Außerdem begleitet ein Dramaturg die Proben, er trägt die Veränderungen und Entwicklungen in der Handlung mit, er betreut die Produktionen während der Spielzeiten und kontrolliert die Qualität der Vorstellungen, in dem er der Regie und den Schauspielern Feedback gibt“, zählt der 43-Jährige auf. Ein Stück, das Hägele besonders reizt, sei der erste Teil von Faust.

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