22. Musikfest Bremen eröffnet Große Nachtmusik zieht Tausende in die City

Bremen. Mit der Großen Nachtmusik in der Innenstadt hat am Samstagabend das 22. Musikfest Bremen begonnen. Rrund 4000 Gäste haben die Konzerte in acht Spielstätten und die prächtig illuminierten Gebäude rund um den Marktplatz genossen.
28.08.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
Zur Merkliste
Von Elke Hoesmann

Bremen. Donna Leon im Bremer Rathaus - mehrere Hundert Besucher hörten gestern gebannt zu, als die bekannte Krimi-Autorin in einer musikalischen Lesung Tiere aus Händel-Opern vorstellte. Ihr Auftritt mit dem "Complesso Barocco" war einer der Publikumsmagneten bei der "Großen Nachtmusik" rund um den festlich beleuchteten Marktplatz.

An die 4000 Menschen genossen gestern Abend die insgesamt 24 Konzerte zum Auftakt des 22. Musikfestes Bremen. Außerdem gab es kostenlose Aufführungen in den gut besuchten Einkaufspassagen: Die City-Initiative hatte zur langen Shopping-Nacht eingeladen und junge Musiker engagiert. An sechs Spielstätten präsentierten sie ihr Repertoire.

Schon am frühen Abend flanierten festlich gekleidete Besucher über den Marktplatz. "Wir kommen jedes Jahr zur Nachtmusik", erzählte Klaus-Dieter Wehmeier aus Syke. Mit seiner Frau wollte er zu den Konzerten im Dom und in der Liebfrauenkirche. Es sei immer wieder spannend, aus der Vielfalt der Angebote auszuwählen; auch die Stimmung rund um den Roland gefalle ihm. "Die Stadt ist richtig lebendig."

An acht Spielstätten erklang gestern die "Große Nachtmusik", die Besucher konnten sich ihre eigene Route zusammenstellen und ein jeweils 45-minütiges Konzert um 19.30 Uhr, um 21 Uhr und um 22.30 Uhr wählen. Dicht an dicht saßen die Gäste in der Glocke oder der Bürgerschaft, aber auch in den Innenhöfen des Landgerichts und erstmals des Atlantic Grand Hotels, wo hochkarätiger Jazz geboten wurde.

Jazz vor allem wollte auch Rüdiger Paulun aus Köln hören. Als Tagestourist hatte er zufällig von der Nachtmusik erfahren, wie viele andere versuchte er, noch eine Karte für ein Einzelkonzert zu ergattern. Beim Ticket-Service in der Glocke, wo ab 10 Uhr Einzelkarten verkauft wurden, standen die Menschen gestern Schlange.

Das Musikfest sei zum Magneten für Bremen und umzu geworden, sagte Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) gestern im Rathaus beim Empfang für Sponsoren des Festivals. Als Schirmherr des diesjährigen Musikfestes dankte er Vertretern der Wirtschaft für ihr Engagement. Der Etat des Festivals beläuft sich nach Angaben von Pressesprecher Carsten Preisler auf 3,5 Millionen Euro. Davon kommen rund zwei Millionen von privaten Sponsoren. Bremen gibt dieses Jahr 550.000 Euro dazu - 150.000 Euro weniger als 2010.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+