Fliegende Funken Festival im Bürgerhaus Weserterrassen Improtheater als Kunstform

Bremen. Die Veranstalter versprechen ein Feuerwerk der Spontanität und eine hochkarätig besetzte Festivalshow. Das „Fliegende Funken Festival“ hat sich zum Ziel gesetzt, Improvisationstheater als Kunstform in seiner ganzen Breite und Kreativität zu zeigen.
06.09.2016, 00:00
Lesedauer: 2 Min
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Improtheater als Kunstform
Von Uwe Dammann

Bremen. Die Veranstalter versprechen ein Feuerwerk der Spontanität und eine hochkarätig besetzte Festivalshow. Das „Fliegende Funken Festival“ hat sich zum Ziel gesetzt, Improvisationstheater als Kunstform in seiner ganzen Breite und Kreativität zu zeigen. Zum sechsten Mal reisen Improvisationskünstler aus dem In- und Ausland in die Hansestadt und zeigen neue Trends, neue Spielideen, neue Formate auf der Bühne. Das Motto des Festivals ist „Türen ins Fremde“. „Im Libanon wurde ein Vogel eingesperrt, weil er der Spionage für Israel verdächtig war. Er hatte ein elektronisches Gerät umgehängt. Wenn in manchen Regionen der Welt nicht mal mehr die Vögel frei fliegen können, dann wird es Zeit, das Fliegen zu lernen,“ heißt es im Programmheft.

Mit fünf Festivalshows und vier Theaterworkshops wird das Bürgerhaus
Weserterrassen für drei Tage zum Hotspot für diese innovative und vitale Theaterform.
Das Festival beginnt am Donnerstag, 8. September mit der Show Maestro, einem
improvisierten Wettkampf aller gegen alle, aus dem ein Einziger als Sieger hervorgeht.
Es treffen hier Improvisateure aus Bremen, Deutschland und dem Rest der Welt
aufeinander, um zu sehen, wen die launische Muse an diesem Abend am häufigsten
küsst. Maestro ist ein Klassiker, der direkt auf Keith Johnstone zurückgeht.

Am zweiten Festivalabend am 9. September zeigt die tschechische Gruppe Impro Prag in Just Impro, wie man Filme verfremden und mit Improtechniken kombinieren kann: In ihrer überaus erfolgreichen Film Dubbing Show, unterlegen sie spontan Filmszenen mit neuen Texten, Emotionen und Bedeutungen.

Die zweite Aufführung am Freitag wird vom Bremer Duo Stupid Lovers bestritten, die mit „Fräulein Meyers Bettgeschichten“ tief unter die „schmale Linie zwischen Traum und Wirklichkeit abtauchen und dort erstaunliche und wahrhaftige Geschichten zutage befördern“, heißt es im Text zur Vorankündigung. Mit „gewohnter Hemmungslosigkeit“ machen sich die Stupid Lovers über das Alltägliche her und rücken die Absurdität des Menschlichen in den Mittelpunkt.

Am dritten Festivaltag, 10. September, präsentiert sich die legendäre slowenische Gruppe Kolektiv Narobov mit ihrem neuen Format Public Opinion. In ihrem clownesk-grotesken Stil nehmen sie die Herrschaft der Experten aufs Korn, die uns immerfort die Welt erklären wollen und die im Grunde unglaublich kindisch sind.

Die letzte Show des Festivals „Von Menschen und Masken“ beschwört die Magie von Masken, die in der Commedia dell‘ Arte und beim Großmeister Keith Johnstone aufs Engste mit dem Improvisationstheater verbunden sind und immer noch ein Geheimnis darstellen. Anschließend findet eine Festival-Abschluss-Party mit DJ Shawayne statt. Die Party beginnt gegen 23 Uhr und der Eintritt ist frei.

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