CDU/FDP kritisieren Finanzmodell Kino 46 vor letzter Hürde

Bremen. Das Kino 46 beschäftigte die Kulturdeputation auf ihrer gestrigen Sitzung am längsten. Dieses Mal ging es nicht mehr um den Fortbestand und das neue inhaltliche Konzept der Einrichtung, beides war auf der letzten Sitzung des vergangenen Jahres parteiübergreifend abgesegnet worden.
16.02.2011, 05:00
Lesedauer: 1 Min
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Kino 46 vor letzter Hürde
Von Alexandra Albrecht

Bremen. Das Kino 46 beschäftigte die Kulturdeputation auf ihrer gestrigen Sitzung am längsten. Dieses Mal ging es nicht mehr um den Fortbestand und das neue inhaltliche Konzept der Einrichtung, beides war auf der letzten Sitzung des vergangenen Jahres parteiübergreifend abgesegnet worden. Die Vertreter von CDU und FDP störten sich jetzt an dem von der Kulturbehörde vorgelegten Finanzierungsmodell.

Der Zuschuss für das Kino 46 soll von 475000 Euro auf 375000 Euro in diesem Jahr und ab 2012 auf 275000 Euro gesenkt werden. Umschichtungen innerhalb des Kulturetats sollen dem Kino zugutekommen. Außerdem rechnen der Betreiberverein und die Behörde mit steigenden Besucherzahlen am neuen Ort in der Innenstadt, dem City-Kino, also mit höheren Eintrittseinnahmen und steigenden Erlösen durch den Kioskverkauf.

Carl Kau (CDU) hält die planwirtschaftlichen Zahlen für nicht nachvollziehbar, Mark Ella (FDP) sprach von einer "abenteuerlichen Vorlage". Kultursenator Jens Böhrnsen (SPD) kündigte an, dass 2013 überprüft werden soll, ob die Zahlen erreicht worden sind.

Das Kino 46 ist von der Deputation mit den Gegenstimmen von CDU und FDP aufgefordert worden, nun mit dem Besitzer des City einen Mietvertrag auszuhandeln. Bei der Kulturbehörde und dieser Zeitung hat sich dieser Tage ein Bremer Anwalt gemeldet, der signalisiert hat, dass der Vermieter des jetzigen Domizils in Walle bereit wäre, die Miete zu senken. Laut Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD) wäre die Miete dann immer noch höher als im City. Außerdem soll der neue Standort mehr Besucher anlocken.

Carl Kau äußerte gestern außerdem den Wunsch, dass der Stiftungsrat der Weserburg der Deputation Auskunft über die Finanzen des Hauses, vor allem über die Verwendung des Geldes aus dem Verkauf des Gerhard-Richter-Gemäldes gibt.

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