Beschluss der Bremer Kulturdeputation Kino 46 zieht in die Innenstadt

Bremen. Jetzt ist es offiziell: Das Kino 46 zieht von Walle in die Innenstadt, genauer gesagt in das ehemalige City-Kino am Herdentor. Das hat die Kulturdeputation in ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen.
04.05.2011, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Von Peter Groth

Bremen. Jetzt ist es offiziell: Das Kino 46 zieht von Walle in die Innenstadt, genauer gesagt in das ehemalige City-Kino am Herdentor. Das hat die Kulturdeputation in ihrer Sitzung am Dienstag beschlossen.

Kehraus in der Kulturdeputation: In ihrer letzten Sitzung dieser Legislaturperiode haben die Mitglieder dieses Gremiums einige sachliche und personelle Dauerbrenner verabschiedet oder auf den Weg gebracht. Dazu zählt die mehrheitliche Zustimmung für den Umzug des Kinos 46 von Walle in die Räume des früheren City-Kinos am Herdentor, dessen Rahmenbedingungen nun nach abschließenden Gesprächen mit dem zukünftigen Vermieter geklärt sind.

Lediglich die Deputierten der CDU meldeten Bedenken wegen der deutlich abgesenkten öffentlichen Förderungen an. Vollzug konnten Kultursenator Jens Böhrnsen und Staatsrätin Carmen Emigholz nun auch für die seit vielen Jahren diskutierte Neuorganisation der Kulturbehörde melden.

Und Startsignale gab die Deputation auch für die lange diskutierte Sanierung des Bürgerhauses Vegesack, die insgesamt über acht Millionen Euro kosten wird, und für einen mit maximal 95.000 Euro nicht annähernd so teuren Anbau für das Bürgerhaus Mahndorf. Auf einem "sehr guten Weg" sind nach Darstellung der Staatsrätin die am Dienstag begonnenen Verhandlungen mit Markus Poschner zur Verlängerung seines Vertrags um weitere fünf Jahre als Generalmusikdirektor.

Besucherrückgang im Überseemuseum

Ausführlich beschäftigte sich die Kulturdeputation zudem mit der Situation im Übersee-Museum und in der Weserburg. Direktorin Wiebke Ahrndt berichtete dem Gremium, dass das Übersee-Museum 2010 zwar ein ausgeglichenes finanzielles Ergebnis erzielte, aber mit 109.000 Besuchern weniger Zuspruch als 2009 (150.000 Gäste) fand.

Befragungen hätten gezeigt, dass zwar die Zahl der jüngeren Erwachsenen verdreifacht werden konnte, aber Familien aus Niedersachsen und Bremen deutlich seltener kamen. In ihrem Haus werden jetzt Überlegungen angestellt, wie man neue Zielgruppen über die Tagesbesucher hinaus besser anspricht. Generell hätten die Besucher dem Museum gute Noten gegeben.

Von einer Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage sprach Reinhard Hoffmann, Stiftungsratsvorsitzender der Weserburg. Das Haus sei entschuldet, die Kosten für einen Umbau am Teerhof beziehungsweise für einen Umzug im Stadtgebiet würden momentan ermittelt. Bis zum Sommer rechne man mit diskussions- und entscheidungsreifen Zahlen.

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