Jahresprogramm der Weserburg

Das riecht nach Kunst

Noch ist nicht klar, wann die Museen wieder öffnen dürfen. Trotzdem müssen die Planungen weitergehen. Die Weserburg und das Zentrum für Künstlerpublikationen haben nun ihr Jahresprogramm vorgestellt.
02.02.2021, 05:00
Lesedauer: 2 Min
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Das riecht nach Kunst
Von Alexandra Knief
Das riecht nach Kunst

Ulla von Brandenburgs Arbeit „Sweets / Quilts / Sun“, bei einer Ausstellung im Kunstmuseum Bonn, 2018. Ab Oktober 2021 ist die Künstlerin mit einer Einzelausstellung in der Weserburg zu sehen.

David Ertl

Auch, wenn noch niemand absehen kann, wann die Museen wieder öffnen dürfen, müssen die Planungen der Häuser weitergehen. So auch in der Weserburg. Neben den laufenden Präsentationen (Meisterschülerausstellung der Hochschule für Künste bis 7. März und „Elina Brotherus. Why not?“ noch bis 21. März) stehen 2021 noch sechs neue Ausstellungen auf dem Programm. Hinzu kommen sieben (Kabinett)ausstellungen im Zentrum für Künstlerpublikationen.

Los geht es in der Weserburg nach dem Lockdown und bis zum 11. April mit „Alicja Kwade. Vom Gewicht des Nichts“. Die Arbeiten der Künstlerin sind geprägt von ihrer minimalistischen Formensprache und legen „Wirklichkeit als ein durch Menschen und gesellschaftliche Vereinbarungen geschaffenes und beständig veränderbares Konstrukt“ offen, heißt es in der Ankündigung des Museums.

Ab dem 6. März erstrahlt die Dauerausstellung „So wie wir sind“ in neuem Glanz. Es ist die dritte Ausgabe des seriellen Ausstellungsformats. Auf zwei Ebenen präsentiert das Museum Werke aus unterschiedlichsten Sammlungen, Kontexten und Jahrzehnten und setzt sie in thematische Zusammenhänge. Einmal im Jahr wird neu gemischt, Bilder verschwinden aus der Ausstellung oder werden in neue Kontexte gebracht, andere Arbeiten kommen hinzu.

Vom 17. April bis zum 5. September plant die Weserburg eine Gegenüberstellung des deutschen Künstlers Peter Piller und des amerikanischen Malers und Fotografen Richard Prince. Ab dem 23. Juli will sich auch das Zentrum für Künstlerpublikationen Peter Hiller und seinem Foto-Archiv widmen.

Ab dem 8. Mai heißt es sowohl in der Weserburg als auch in acht weiteren Museen in Bremen und Bremerhaven „Smell it!“ Thematisch dreht sich hierbei alles um das Thema Geruch in der zeitgenössischen Kunst. Die Weserburg rückt den Künstler Luca Vitone in den Mittelpunkt, der sich in seinem Schaffen mit Fragen nach Verwurzelung und Migration, Sehnsucht und Heimat auseinandersetzt. Im Zentrum der Ausstellung steht Vitones olfaktorische Arbeit „Imperium“. Es ist die erste museale Einzelausstellung des Künstlers in Deutschland. Das Zentrum für Künstlerpublikationen zeigt zeitgleich „Duft, Smell, Olor“ und versammelt dabei sowohl Arbeiten, die sich inhaltlich mit Geruch beschäftigen als auch solche, die aufgrund ihres Materials sehr gut zum Thema passen.

In der Weserburg geht es ab dem 9. Oktober mit der Einzelausstellung „Eine Landschaft ohne Blau, von ungefähr“ der Installationskünstlerin Ulla von Brandenburg weiter. Laut Museum verwandle von Brandenburg „Ausstellungsräume in farbenfrohe Traumwelten und sinnliche Erlebnisräume.“ Von Brandenburg lebt in Frankreich und Deutschland und wird mit der Schau nicht das erste Mal in Bremen für Aufsehen sorgen: Bereits 2007 war sie in der Ausstellung zum Kunstpreis der Böttcherstraße in der Bremer Kunsthalle zu sehen. Aus den zehn für die Ausstellung nominierten Künstlern wurde sie von der Jury am Ende als Preisträgerin ausgewählt.

Zum Ende des Jahres widmet sich das Museum 2021 wieder den Meisterschülern und Meisterschülerinnen der Hochschule für Künste Bremen (HfK). Auch in diesem Jahr ist wieder die Verleihung des mit 15.000 Euro dotierten Karin-Hollweg-Preises an die Präsentation der Arbeiten der Bremer Studierenden gekoppelt.

Im Zentrum für Künstlerpublikationen wird es unter anderem eine Kabinettausstellung mit dem Schwerpunkt Zeichnung geben, eine weitere Schau widmet sich dem Dialog zwischen Poesie und Skulptur, eine andere der Kunst von Timm Ulrichs. Ab Ende November soll außerdem die Kabinettausstellung „Christmas Gift“ nachgeholt werden, die 2020 aufgrund von Corona nicht gezeigt werden konnte.

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