Kunsthallen-Programm 2021

Dürer, Mosse und Manet

Ganze sieben Ausstellungen plant die Kunsthalle Bremen für 2021 und auch die große Picasso-Ausstellung, deren Eröffnung coronabedingt verschoben werden musste, steht noch bevor.
20.11.2020, 05:00
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Dürer, Mosse und Manet
Von Alexandra Knief
Dürer, Mosse und Manet

Richard Mosse: "Lost Fun Zone" (2012) aus der Serie "Infra", die den Bürgerkrieg in der Demokratischen Republik Kongo thematisiert. Die Kunsthalle zeigt Mosses Arbeiten ab dem 22. Mai 2021.

Courtesy of the artist, Jack Shainman Gallery, New York and carlier | gebauer, Berlin/Madrid

Bremen. Noch sind die Türen der Museen in Deutschland geschlossen, doch auch mit Corona müssen die Planungen weitergehen. Am Donnerstag hat die Kunsthalle Bremen ihr Jahresprogramm für 2021 bekannt gegeben. Von April bis Jahresende können Besucher sich auf sieben Ausstellungen freuen. Zuvor erwartet Kunstfreunde noch die Ausstellung „Die Picasso-Connection“, sowie eine Schau rund um Picassos Bremer Galeristen Michael Hertz. Ein genauer Termin, ab wann die Ausstellungen, deren Eröffnung coronabedingt verschoben werden musste, für Publikum zugänglich sein werden, stehe laut der Kunsthalle aktuell noch nicht fest.

Dafür aber das Programm danach: Den Anfang macht ab dem 14. April (bis 11. Juli) die Schau „Hauptsache Dürer?“ mit Werken aus der Sammlung Hieronymus Klugkist (1778 bis 1851), die der einstige Senator vor 170 Jahren dem von ihm mitgegründeten Bremer Kunstverein vermachte. Allerdings – der Titel deutet es ja bereits an – wird in der Ausstellung mehr zu sehen sein als nur Arbeiten von Albrecht Dürer.

Ab dem 8. Mai (bis 15. August) widmet sich die Kunsthalle der Frage, ob man Geruch visualisieren kann und zeigt in „Mit den Augen riechen“ historische Darstellungen von Geruch und Duft vom 16. bis zum 20. Jahrhundert. In einen Dialog gesetzt werden die Werke mit einer zeitgenössischen Arbeit von Oswaldo Maciá, der die traditionelle Vorstellung von Kunst als Seherlebnis hinterfragt. Die Ausstellung ist Teil der Kooperation „Smell ist!“, an der sich acht Bremer Kunstinstitutionen beteiligen.

Vom 22. Mai bis zum 19. Oktober zeigt das Museum Werke des irischen Fotografen Richard Mosse, der Infrarot- und UV-Techniken einsetzt, die einst für militärische Zwecke entwickelt wurden. Der thematische Fokus Mosses liegt auf aktuellen politischen und ökologischen Krisen – Bürgerkrieg, Flüchtlingskrise, bedrohte Regenwälder.

Vom 21. Juli bis zum 10. Oktober sind in der Kunsthalle zudem Radierungen von Horst Antes ausgestellt und vom 11. September bis Ende Januar 2022 findet die 50. Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen statt. Seit 1971 ermöglicht der Förderkreis jedes Jahr eine Ausstellung, es gab bereits Präsentationen von Andy Warhol, Gerhard Richter, Georg Baselitz und vielen anderen großen Namen.

Einer der Höhepunkte des kommenden Jahres ist die Ausstellung „Manet und Astruc“ (23. Oktober 2021 bis 27. Februar 2022). Sie widmet sich der Künstlerfreundschaft zwischen Edouard Manet und dem relativ unbekannten Künstler Zacharie Astruc. Zeitgleich stellt die Kabinett-Ausstellung „Goya und Manet. Revolutionäre Radierungen“ Werke von Francisco José de Goya y Lucientes ausgewählten Arbeiten von Manet gegenüber.

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