Dokumentarfilm „Bulb Fiction“ klärt über Energiesparlampen auf Licht ins Dunkel

Licht ins Dunkel
11.06.2012, 13:27
Lesedauer: 1 Min
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Von Maike Schlaht

Bremen. Energiesparlampen galten lange als Vorzeigeprodukt umweltbewussten Handelns. Doch sie enthalten giftiges Quecksilber, das in die Umgebung entweichen und verdampfen kann, wenn die Lampe zerbricht. Eine Tatsache, die gerne verdrängt wird, wenn EU-Politiker, Leuchtmittelproduzenten und Umweltorganisationen die Vorzüge der sogenannten Kompaktleuchtstofflampen preisen.

Der österreichische Filmemacher Christoph Mayr ist in seinem neuen Film „Bulb Fiction“ der Frage nachgegangen, warum Greenpeace gemeinsam mit der Lampenindustrie erheblichen Druck auf das Europäische Parlament ausgeübt hat, um die Glühlampe verbieten zu lassen. Entstanden ist ein investigativer Dokumentarfilm, der die Verstrickungen von Politik und Industrie aufdeckt und die positiven Effekte der vielgelobten Energiesparlampen infrage stellt. In „Bulb Fiction“ kommen Mediziner und Baubiologen, Wissenschaftler und Lichtplaner aus aller Welt zu Wort, die den Nutzen des europaweiten Glühlampenverbots bezweifeln. Das Verbot der Glühbirnen und damit der Zwang zur Sparlampe wurde mit der EU-Verordnung (EG) Nr. 244/2009 amtlich. Doch die Verordnung basiert auf einer Studie mit zweifelhaften Ergebnissen, wie der Film zeigt: Gerade einmal fünf Leuchtstofflampen wurden darin auf ihren Quecksilbergehalt getestet.

Energiesparlampen dürfen laut Gesetz maximal fünf Milligramm Quecksilber enthalten – eine Menge, die 5000 Liter Trinkwasser ungenießbar macht. Mayr untersucht in seinem Film auch, wie Quecksilber auf den menschlichen Organismus wirkt und warum über die Gefahren des chemischen Elements so wenig aufgeklärt wird. Er konfrontiert Politiker und Umweltaktivisten mit seinen Hypothesen. Akribisch und verständlich bereitet der Filmemacher die gesammelten Daten für den Zuschauer auf und ermöglicht ihm so eine neue Perspektive auf die als besonders umweltfreundlich gepriesene Energiesparlampe.

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