50 Jahre Uni Bremen

Wachstum und Eigenschaften von Halbleitermaterialien

Sogenannte Nanodrähte aus halbleitenden Materialien sind mindestens tausendmal dünner als ein menschliches Haar. Der Bremer Physiker Martin Eickhoff stellt sie her, um ihre Eigenschaften zu erforschen.
11.10.2021, 16:14
Lesedauer: 1 Min
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Wachstum und Eigenschaften von Halbleitermaterialien
Von Simon Wilke

Martin Eickhoff lässt Kristalle wachsen. Er ist Leiter der Arbeitsgruppe Festkörpermaterialien am Institut für Festkörperphysik der Universität Bremen, und daher geht es weder um Kochsalz noch Schneeflocken, sondern um sogenannte kristalline Halbleitermaterialien wie Galliumnitrid. Die zeichnen sich dadurch aus, dass sich ihre elektronische Leitfähigkeit bei der Herstellung präzise einstellen lässt und durch Temperaturerhöhung oder durch Einstrahlung von Licht mit bestimmter Wellenlänge aktiviert werden kann. Bei ihrer Herstellung werden unter Ultrahochvakuumbedingungen einzelne Atomlagen des halbleitenden Materials auf ein Trägermaterial wie Silizium aufgebracht. Technische Anlagen entfernen nahezu sämtliche Gasmoleküle aus der Umgebung, sodass bei dem Prozess keine verunreinigenden Teilchen in die Struktur eingebaut werden können. Hergestellt werden so unter anderem Halbleiterstrukturen in Form sogenannter Nanodrähte mit Durchmessern zwischen drei und 100 Nanometern – mindestens tausendmal dünner als ein Haar.

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