Dass die Aufführung trotz toller Darsteller, musikalischer Kabinettstückchen (Studio Braun, Lieven Brunckhorst, Sebastian Hoffman) und angemessen abgeranzter Kostüme (Dorle Bahlburg) nicht vollends überzeugen kann, liegt paradoxerweise an einer ihrer großen Stärken: dem revueartigen Aufbau. Der wird zuverlässig dann zum schwächenden Element, wenn es darum geht, den Erzählstrang um die Fährnisse des Frauenmörders Fritz Honka wieder stimmig aufzunehmen. Da aber hakt es wiederholt; dramaturgische Hänger und eine gewisse Ermattung des Publikums sind die Folge. Es ist dies zwar insofern eine lässliche Sünde, als auch Heinz Strunks literarische Vorlage nicht aus einem Guss ist. Man ahnt: Auch bei Adaptionen kann Ämterhäufung blinde Flecken zeitigen. Ungeachtet dessen fällt der Applaus sehr wohlwollend aus, zumal für den überragenden Charly Hübner.