Vier Bands vertreten die Swampriders / Sampler mit seltenem Mix Musikalische Sumpfreiter

Musikalische Sumpfreiter
11.06.2012, 13:27
Lesedauer: 1 Min
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Von Christian Emigholz

Bremen. Die Geschichte dieser Record-Release-Party im Lagerhaus reicht weit zurück. Gefeiert wurde ein Sampler, der 14 Tracks unterschiedlichster Bands umfasst, deren Stücke als gemeinsamen Nenner das Etikett „ungewöhnlich“ tragen. Alles begann, als vor 22 Jahren beim kleinen, alternativen Bremer Label Strangeways die erste Lieferung von „The Furious Swampriders“ erschien: ein wilder Mix aller möglichen Rock-Stile. Diese erste, überaus erfolgreiche CD war noch deutschen Bands vorbehalten.

Das zweite und dritte Album boten bereits internationales Format mit Bands wie The Gun Club, 16 Horsepower und deutschen Musikern wie Element of Crime, The Perc oder Pachinko Fake. Dem folgt auch die jetzt veröffentlichte vierte CD „The New Rides of the Furious Swampriders“(Sireena Records), mit US-Musikern wie Debbie Harry, Lydia Lunch und 16 Horsepower. Dabei sind auch deutsche Musiker wie M.Walking on the Water und The Dad Horse Experience.

Immerhin vier der vierzehn Bands hatte Tom „The Perc“ Redecker, der Mann der hinter diesem Sampler-Projekt steckt, für das Konzert ins Lagerhaus locken können. Den Anfang machte Hank Ray, der mit seiner Band The Raymen auf dem Album zu finden ist. Hank Ray mit seiner dunklen Stimme und Akustikgitarre wirkte wie eine Mischung aus Johnny Cash und Nick Cave: Ein Sänger düsterer Wahrheiten, was an Songs von The Gun Club oder eigenen Stücken abzulesen war.

Eine Überraschung war der Auftritt des Kirschbaum-Weishoff-Trios. Zuerst einmal handelt es sich nur um ein Duo aus Gitarre und Cajon, der als Schlagzeug genutzten „Teekiste“. Außerdem spielte Rolf Kirschbaum, bei seinen früheren Bands stets Gitarrist, hier die Cajon, Matthias Weishoff die Schredder-Gitarre. Damit inszenierte das Duo radikalen Minimal-Punk, zu dem auch eine extrem verlangsamte Fassung von Elvis‘ „Heartbreak Hotel“ gehörte.

The Perc hatte sich anschließend um den Gitarristen Peter Apel und den Perkussionisten Hanno Jansen verstärkt und griff mit ihnen einer Reihe seiner alten Krautrock-Hits auf: „This moon of both sides“ und eine sehr tanzbare Langversion von „Rock the widow“. Das Finale bestritten schließlich Bremens klassische Rootsrocker Velvetone. Die vier legten ein blitzsauberes Rock‘n‘Roll-Set hin.

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