Vorverkauf startet

Musikfest Bremen gibt Programm bekannt

Das 31. Musikfest Bremen findet vom 29. August bis zum 19. September statt. Am Dienstag wurde das umfangreiche Programm bekannt gegeben – der Vorverkauf startet mit Einschränkungen.
17.03.2020, 22:25
Lesedauer: 3 Min
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Musikfest Bremen gibt Programm bekannt
Von Iris Hetscher
Musikfest Bremen gibt Programm bekannt

Die Sopranistin Anna Prohaska.

Marco Borggreve

Kulturschaffende müssen derzeit einiges an Optimismus aufbringen, wenn sie auf die kommenden Wochen und Monate gucken – da wird das Musikfest Bremen froh sein um seinen traditionellen Termin Ende August. Am Dienstag jedenfalls wurden die Geheimnisse um das diesjährige Programm per digitaler Pressemappe gelüftet, auch der Vorverkauf mit dem Frühbucherrabatt bis zum 18. April startete. Dieser erfolgt wegen der Corona-Krise zunächst ausschließlich telefonisch und über das Internet, beispielsweise über Nordwest-Ticket: www.nordwest-ticket.de oder 0421/36 36 36. Eine telefonische Beratung ist zudem über den Vorverkaufsservice der Glocke möglich: 0421/33 66 99. Tickets für die „Große Nachtmusik“ sind nur telefonisch buchbar, weil man sich drei Konzerte für den Abend zusammenstellen muss.

Mit dieser Veranstaltung rund um den Marktplatz beginnt das 31. Musikfest am 29. August. Es endet am 19. September in der Glocke mit „Die Jahreszeiten“ von Joseph Haydn, interpretiert vom Orchester Musicaeterna unter Leitung von Renée Jacobs. Insgesamt 43 Konzerte an 34 Spielstätten umfasst das Festival dieses Jahr, rund 32.000 Eintrittskarten stehen zur Verfügung. Und es gibt einen außerplanmäßigen Schlussakkord im Spätherbst. Dann spielt die Deutsche Kammerphilharmonie unter der Leitung von Paavo Järvi vom 18. bis zum 22. November ihren vierteiligen Beethoven-Zyklus in der Glocke.

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Zum Auftakt am Samstag, 29. August, heißt es wie immer: 27 Konzerte in drei Zeitschienen und an neun Spielstätten. Ankündigt haben sich unter anderem das schottische Dunedin Consort, Europa Galante aus Italien, der britische Tenor Ian Bostridge oder das US-amerikanische Hypnotic Brass Ensemble. Das Ensemble Europa Galante mit seinem Dirigenten Fabio Biondi ist erneut bei einer der konzertanten Opern zu erleben: Vivaldis „Agrippo“ erlebt am 30. August in Oldenburg seine deutsche Erstaufführung. Ein echter Leckerbissen dürfte zudem Musikfest-Dauergast Jérémie Rhorer mit seinem Cercle de l'Harmonie gelingen, die am 6. September Mozarts „Zauberflöte“ in der Glocke erklingen lassen. Wer eindrucksvolle Stimmen liebt, kommt bei den Abenden mit Bariton Christian Gerhaber, Tenor Rolando Villazon und Koloratursopranistin Anna Prohaska auf seine Kosten.

Geburtstagskind Beethoven ist nicht nur im November Thema, sondern unter anderem auch beim Klavierabend mit András Schiff (9. September) oder beim „Pastoral for the Planet“-Projekt in Bremerhaven. Das katalanische Künstlerkollektiv La Fura dels Baus wird die „Pastorale“ multimedial inszenieren (5. September). Die beiden Bremer Orchester sind erneut mit von der Partie. Die Bremer Philharmoniker mit GMD Marko Letonja spielen Tschaikowsky und Zemlinsky (4. September). Die Kammerphilharmoniker widemen sich Haydn, Rihm und Cherubini (15. September). Die Kollegen der Haydn Philharmonie führen zudem am 14. September das neue Cellokonzert des türkischen Komponisten und Pianisten Fazil Say auf, der als Solist Mozart spielen wird.

Eine Überraschung für Entdecker

Das Musikfest Surprise im BLG-Forum in der Überseestadt bietet sich wie immer für Entdecker an: Michael League gestaltet eins der „Musikfest-Ateliers“ und wird mit jungen internationalen Künstlern Songs seiner Jazz-Fusion-Truppe Snarky Puppy neu interpretieren (12. September). Der Komponist Faraj Suleiman dagegen präsentiert mit seinem Quintett „New Palestinian Sound“ (11. September).

Das Musikfest Bremen hat dieses Jahr einen Etat von 3,8 Millionen Euro. Die Stadt Bremen bezuschusst das Festival mit 550.000 Euro, aus Mitteln von Kulturstaatsministerin Monika Grütters kommen 600.000 Euro hinzu, mit denen ausdrücklich die Veranstaltungen des Musikfests im ländlichen Raum gefördert werden, darunter ist auch das Arp-Schnitger-Festival gefasst. Der Großteil des Etats wird durch Sponsoren und Ticketverkäufe generiert.

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Weitere Informationen

Musikfest Bremen. 29. August bis 19. September. Das detaillierte Programm ist abrufbar unter www.musikfest-bremen.de/programm

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