Musikfest Bremen Preis geht an Philippe Jaroussky

Seit 1998 verleiht das Musikfest einen Preis an einen Künstler, der sich um das Festival verdient gemacht hat. Dieses Jahr ist die Wahl auf Philippe Jaroussky und sein außergewöhnliches Talent gefallen.
02.05.2022, 17:09
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Preis geht an Philippe Jaroussky
Von Iris Hetscher

Bis das 33. Musikfest Bremen mit der traditionellen Großen Nachtmusik startet, dauert es noch etwas; am 20. August wird es soweit sein. Das Programm wird am Mittwoch, 4. Mai, bekannt gegeben. Im Vorfeld all dessen steht der diesjährige Träger des (undotierten) Musikfestpreises fest, mit dem Persönlichkeiten geehrt werden, die sich um das Festival verdient gemacht haben. Ausgezeichnet wird, wie das Musikfest am Montag mitteilte, dieses Jahr der französische Countertenor Philippe Jaroussky.

Der 1978 in der Nähe von Paris geborene Sänger studierte zunächst Violine, Klavier und Komposition, bis er mit 18 Jahren eher zufällig von seiner außergewöhnlichen stimmlichen Begabung erfuhr. Nach drei Jahren Ausbildung startete er mit Anfang 20 seine Karriere, unter anderem mit dem von ihm gegründeten Ensemble Antaserse. 2008 erhielt er als erster Countertenor überhaupt einen "Echo Klassik". Ein Jahr später gab er sein Debüt beim Musikfest Bremen mit geistlichen Arien aus dem italienischen Barock – es war der erste von bisher acht Besuchen beim Festival. Jaroussky begeisterte dabei unter anderem mit Gesängen von Claudio Monteverdi, Georg Friedrich Händel, aber auch mit Chansons von Juliette Gréco.

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Die Jury hebt in ihrer Begründung für die Vergabe des Preises an Jaroussky dessen "glockenklare, intonationsrein geführte Stimme", die durch "sinnliches Timbre" überzeuge. Beim diesjährigen Musikfest wird Philippe Jaroussky am Freitag, 26. August, 20 Uhr, in der Glocke auftreten, und zwar mit einem Recital, bei dem er mit dem französisch-spanischen Gitarristen Thibaut Garcia eine Reise durch 400 Jahre Liedgut unterschiedlicher Kulturen unternimmt.

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