Vorlesetag am Freitag

Öffentliche Lesungen an 15 Orten in Bremen

Bremen will hoch hinaus: Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag in ganz Deutschland bewirbt sich die Hansestadt um den Titel „der öffentlichkeitswirksamsten und außergewöhnlichsten Vorlesestadt“.
19.11.2015, 00:00
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Öffentliche Lesungen an 15 Orten in Bremen
Von Milan Jaeger
Öffentliche Lesungen an 15 Orten in Bremen

Die Stadt an der Weser will hoch hinaus: Beim bundesweiten Vorlesetag am Freitag, 20. November, in ganz Deutschland bewirbt sich die Hansestadt Bremen um den Titel „der öffentlichkeitswirksamsten und außergewöhnlichsten Vorlesestadt“. Der Vorlesetag gilt als das größte Vorlesefest Deutschlands und findet in diesem Jahr zum zwölften Mal statt. Die Wochenzeitung „Die Zeit“, die Stiftung Lesen und die Stiftung der Deutschen Bahn haben diesen Tag ins Leben gerufen und möchten so Begeisterung für das Lesen und Vorlesen wecken.

In Bremen unterstützen die Stadtbibliothek, der Verein Leselust sowie die Verlage Carl Schünemann und Temmen die Aktion. Schirmherr ist Bürgermeister Carsten Sieling (SPD). Die Veranstalter des Vorlesetages wollen ein öffentlichkeitswirksames Zeichen für die Bedeutung des Vorlesens setzen. „Ziel ist es, Begeisterung für das Lesen und Vorlesen zu wecken und Kinder bereits früh mit dem geschriebenen und erzählten Wort in Kontakt zu bringen“, erklärt Patrick Strauß, Sprecher der Bremer Organisatoren.

Das Konzept ist einfach: Jeder, der Spaß am Vorlesen hat, liest an diesem Tag anderen vor – zum Beispiel in Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Buchhandlungen. 2014 beteiligten sich bundesweit 83 000 Vorleserinnen und Vorleser an dem Tag, so die Veranstalter. Sie sollen mehr als 2,5 Millionen Zuhörer erreicht haben.

In Bremen sind in diesem Jahr über 100 Vorleser dabei, die in mehr als 25 Kindergärten, 30 Grundschulen, fünf Oberschulen und in einigen Flüchtlingsunterkünften Geschichten vorlesen werden. An den Lesungen beteiligen sich neben Bremens Bürgermeister Carsten Sieling auch Bildungssenatorin Claudia Bogedan (SPD), Bausenator Joachim Lohse (Grüne) und Moritz Döbler, Chefredakteur des WESER-KURIER. Döbler begründet seine Teilnahme mit den Worten: „Lesen ist das beste Mittel gegen die Dummheit. Vielfalt statt Einfalt.“ Ebenfalls dabei sind einige Bürgerschaftsabgeordnete.

An 15 Orten in ganz Bremen wird es über den ganzen Tag hinweg auch öffentliche Lesungen geben. Den Auftakt bildet der künstlerische Leiter des Bremer Kriminaltheaters, Ralf Knapp, der um 10 Uhr in dem Theater liest. Auch auf dem Marktplatz, bei den Stadtmusikanten, finden von 11 bis 16 Uhr fortwährend Lesungen statt. Der Schauspieler Christian Bergmann liest um 13 Uhr im Infozentrum Atrium-Kirche im Schnoor das Märchen „Bremer Stadtmusikanten“. Um 14.30 Uhr tragen Schauspieler des Theaters Interaktiwo auf dem Spielplatz an der Philipp-Scheidemann-Straße Geschichten vor.

Um 15 Uhr folgt der Autor Jochen Grünwaldt in der Villa Ichon am Goetheplatz mit „Die Belagerung des Katzen-Cafés“. Um 17 Uhr gibt es im Kaufhaus Lestra an der Horner Heerstraße eine Signierstunde mit der Kinderbuchautorin Imke Rudel, die auch aus ihren eigenen Büchern vorliest. Sie alle wollen andere Menschen fürs Lesen gewinnen und hoffen, dass Bremen zur „Vorlesehauptstadt“ gekürt wird.

Alle Termine der Lesungen finden Sie unter www.vorlesetag.de/zuhoeren.

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