Bremer Metropol-Theater Philharmonic Rock wird noch rockiger

Mit seinem Konzert im Bremer Metropol-Theater betritt das regionale Musikprojekt Philharmonic Rock Neuland – im doppelten Sinne. Für die Bremen-Premiere sind immer noch Karten zu haben.
18.08.2018, 19:06
Lesedauer: 3 Min
Zur Merkliste
Philharmonic Rock wird noch rockiger
Von Sebastian Kelm

Das Zelt bei der Weltpremiere vor ziemlich genau einem Jahr bei „Weyhe Total“ – ausverkauft. Kurz darauf die „Hachephilharmonie“, der Saal der Kreissparkasse Syke also – proppenvoll. Bassum Open-Air in diesem Sommer – Publikumsrekord mit 1200 Zuhörern. Wo auch immer Philharmonic Rock bislang auftrat, die Leute kamen zuhauf, um das regionale Musikprojekt, eine Verbindung von Rock und Klassik, live zu erleben. Und sie gingen begeistert. Veranstalter Heinz-Hermann Kuhlmann vom Weyher Theater und Dirigent Ulrich Semrau von der Klassischen Philharmonie Nordwest sind daher gespannt wie eine Geigensaite, ob ihr Klangerlebnis ähnlichen Anklang in der Großstadt findet.

Denn nun geht es raus aus der Peripherie für Philharmonic Rock: Am 30. November spielt das extra für dieses Ereignis auf 36 Mitglieder ausgeweitete Ensemble im großen Saal des Metropol-Theaters in Bremen. Den Gesangspart übernimmt wie gehabt der gebürtige Brinkumer Jens Wördemann.

Lesen Sie auch

Der wird diesmal aber unterstützt von 30 Instrumentalisten der Klassischen Philharmonie Nordwest, die teilweise aus Hamburg, Kiel oder gar Berlin zu den Proben anreisen, und sechs Rockern, Mitgliedern der Weyher Theater-Band und weiteren Profis. Hinzu kommen nun die jungen Stimmen des Schulchores des Syker Gymnasiums – nur für dieses eine Konzert und nur für das hinzugekommene Stück „Another Brick In The Wall“ von Pink Floyd. „Das wird spannend“, freut sich Semrau auf diese Zusammenarbeit. Ebenfalls neu im Programm: ein etwa zehnminütiges Medley mit den größten Hits von den Rolling Stones.

Zwischen Himmel und Hölle

Ulrich Semrau zu den Veränderungen bei der Liedauswahl: „Es gibt eben Stücke, die gefallen dem einen Musiker, der andere mag sie nicht so gern. Wir wollten aber keine Songs rauswerfen, nur mehr variieren.“ Absolut gesetzt sind ihm zufolge „Music“ von Miles Davis, „Smoke On The Water“ von Deep Purple, aber auch „Stairway To Heaven“ von Led Zeppelin oder „Highway To Hell“ von AC/DC. „Alles Sachen, bei denen es einem den Rücken runter läuft“, findet Kuhlmann. Wobei Semrau erklärt: „Wir waren zuletzt ein bisschen baladenlastig, jetzt wollen wir noch eine Spur rockiger werden.“

Die Vorbereitungen auf die Großstadt laufen aber, das versichert der Dirigent, nicht anders ab als vor Gastspielen im Umland: „Das ist unser Anspruch als Profis.“ Gleichwohl schickt er hinterher: „Aber so eine Kulisse wie in Bremen ist natürlich das Highlight. Da geht man schon anders auf die Bühne.“ Und Heinz-Hermann Kuhlmann ist sich sicher: „Das wird der Durchbruch. Die Musiker werden alle top drauf sein.“ Bei entsprechendem Erfolg in der Hansestadt schwebt ihm vor, es auch in Oldenburg zu versuchen.

Lesen Sie auch

Über mangelndes Interesse an der Show können sich die Organisatoren aber schon jetzt nicht beklagen. Laut Kuhlmann häufen sich die Anfragen, für das kommende Jahr laufen mehrere Gespräche. Fest steht bereits ein Gig unter freiem Himmel, diesmal am Syker Vorwerk am 29. Juni 2019. „Andere wollen uns auch für ein Open-Air, aber mehr als eins pro Jahr machen wir nicht“, sagt Kuhlmann. Ein weiteres Treffen mit dem Publikum im Metropol-Theater ist derweil vor dem ersten Gastspiel dort klar – wieder am 30. November.

Für die Bremen-Premiere sind nach Angaben von Kuhlmann mittlerweile 700 Karten weg, rund 450 also noch da – ohne viel Werbung für den Vorverkauf bislang, wie er betont. Sollte die Nachfrage steigen, könne auf den zweiten Rang ausgeweitet werden. Semrau gibt indes zu bedenken: „Die Akustik wäre da etwas eingeschränkt.“ Echte Kenner könnten enttäuscht sein. Zumal es inzwischen eine richtige Fangemeinde geben soll.

Weitere Informationen:

Karten für Philharmonic Rock am Freitag, 30. November, ab 20 Uhr im Metropol-Theater am Richtweg in Bremen sind in unterschiedlichen Preiskategorien erhältlich. Es gibt sie bei Nordwest-Ticket, erreichbar unter Telefon 0421/363636 oder auf www.nordwest-ticket.de, und somit in den Geschäftsstellen des WESER-KURIER, also auch in Brinkum an der Bassumer Straße 6a. Inhaber einer Abocard erhalten einen Rabatt von zwei Euro.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Einwilligung und Werberichtlinie

Ich erkläre mich damit einverstanden, dass die von mir angegebenen Daten dazu genutzt werden, regelmäßig per E-Mail redaktionelle Inhalte des WESER-KURIER seitens der Chefredaktion zu erhalten. Die Daten werden nicht an Dritte weitergegeben. Ich kann diese Einwilligung jederzeit formlos mit Wirkung für die Zukunft widerrufen, z.B. per E-Mail an widerruf@weser-kurier.de.
Weitere Informationen nach Art. 13 finden Sie unter https://www.weser-kurier.de/datenschutz

Schließen

Das Beste mit WK+