Bremen Raubkunst: 500 Bücher entdeckt

Bautzen. Knapp 500 bisher verschollene Bücher der jüdischen Unternehmerfamilie Edith und Georg Tietz haben Wissenschaftler bei Recherchen zu NS-Raubgut im Altbestand der Stadtbibliothek Bautzen entdeckt. Wie Projektleiter Robert Langer sagte, lasse sich an diesem Fund erahnen, wie viele Bücher im Nationalsozialismus unrechtmäßig in Bibliotheken gekommen seien.
18.10.2016, 00:00
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Von DPA

Bautzen. Knapp 500 bisher verschollene Bücher der jüdischen Unternehmerfamilie Edith und Georg Tietz haben Wissenschaftler bei Recherchen zu NS-Raubgut im Altbestand der Stadtbibliothek Bautzen entdeckt. Wie Projektleiter Robert Langer sagte, lasse sich an diesem Fund erahnen, wie viele Bücher im Nationalsozialismus unrechtmäßig in Bibliotheken gekommen seien. Die bedeutende Büchersammlung der Nachfahren der Kaufhausdynastie „Hermann Tietz & Co. Warenhäuser“ (Hertie) wurde von den Nazis beschlagnahmt. 1944 erwarb die Reichsaustauschstelle die Werke und lagerte die 4500 Bände in einem sächsischen Außendepot in der Nähe von Bautzen bis zum Kriegsende 1945. „Bis dahin lässt sich ihr Weg verfolgen. Wie sie in die Bibliothek kamen, soll ein weiteres Projekt erforschen“, so Langer.

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