"Matrosen" versteigert Richter-Gemälde bringt Weserburg Millionen

Bremen. Die Weserburg hat Gerhard Richters Bild "Matrosen" verkauft. Bei der Versteigerung in New York erzielte das Bild einen Preis von gut 13,2 Millionen Dollar (9,5 Millionen Euro) - weit mehr als von den Bremern erhofft.
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Richter-Gemälde bringt Weserburg Millionen
Von Matthias Lüdecke

Bremen. Die Weserburg hat in der vergangenen Nacht Gerhard Richters Bild "Matrosen" verkauft. Bei der Versteigerung des Auktionshauses Sotheby's in New York erzielte das Bild einen Preis von gut 13,2 Millionen Dollar (9,5 Millionen Euro). 11,75 Millionen Dollar gehen ans Museum. Das sind umgerechnet rund 8,4 Millionen Euro. Damit übertraf der Erlös deutlich die Erwartungen.

Geschätzt worden war das 1,5 x 2 Meter große Ölgemälde im Vorfeld der Auktion lediglich auf sechs bis acht Millionen Dollar (umgrerechnet rund 3,3 bis 5,8 Millionen Euro). Doch die Auktion übertraf die Erwartungen. Der Hammer fiel deutlich später, erst bei 11,75 Millionen Dollar. Für den Käufer kommen noch 1,5 Millionen Dollar Gebühren an Sotheby's hinzu.

Richters "Matrosen" waren Teil der Sammlung Roselius, die sich seit 2004 im Besitz der Weserburg befand. Im September hatte Museumsdirektor Carsten Ahrens bekanntgegegeben, dass das Museum sich von der Sammlung trennen will. Sie besteht aus insgesamt 53 Werken. Das Bild von Gerhard Richter aus dem Jahr 1966 war das prominenteste. Das Bild "Luciano I" von Franz Gertsch soll im nächsten Jahr auf dem europäischen Kunstmarkt angeboten werden. Es wird auf 500.000 Euro geschätzt. Die anderen 51 Bilder der Sammlung hat die Karin und Uwe Hollweg Stiftung für eine siebenstellige Summe erworben und stellt sie der Bremer Kunsthalle zur Verfügung.

Direktion und Stiftungsrat der Weserburg begrüßten in einer ersten Stellungnahme die erfolgreiche Versteigerung. Die Museumsleitung sehe den Auktionserfolg als "Verplichtung, die Neuausrichtung der Weserburg durch weiteres Aktivieren der eigenen Kräfte und Potenziale zielorientiert voranzubringen", wie es in der Erlärung weiter heißt.

Der Erlös aus den Verkäufen soll in einen Zukunftsfonds investiert werden. Daraus sollen in den kommenden Jahren die dringend notwendigen baulichen Sanierungen oder eventuell auch ein Umzug im Stadtgebiet finanziert werden.

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