50 Jahre Beat-Club Rockige Geburtstagsparty mit Niedecken, Maffay und Buskohl

Der legendäre Beat-Club hat seinen 50. Geburtstag mit einer großen Party gefeiert. Große Namen der deutschen Popära standen auf der Bühne und fast allesamt spielten eigene Songs.
20.09.2015, 00:00
Lesedauer: 2 Min
Zur Merkliste
Rockige Geburtstagsparty mit Niedecken, Maffay und Buskohl
Von Uwe Dammann

Der Mann im Eingangsbereich des Pier 2 sucht seine Freunde, die er laut ruft, um sie in der Warteschlange ausfindig zu machen: Sie heißen Walter, Helmut und Anneliese. Diese guten deutschen Namen machen es schon deutlich. Hier wird ein 50. Geburtstag gefeiert und die Gäste sind schon etwas älter, sonst hätten sie die Geburtsstunde der legendären Sendung Beat-Club gar nicht miterlebt. Genau vor einem halben Jahrhundert gab es den ersten Beat-Club im deutschen Fernsehen und die Fans der ersten Stunde sind deshalb logischerweise schon deutlich 50plus. Was aber der grandiosen Stimmung im voll besetzten Pier 2 keinerlei Abbruch tat. Die von Radio-Bremen organisierte musikalische Geburtstagsparty zum Jubiläum der Kultsendung – war – so viel vorweg – ein echtes Highlight. Große Namen der deutschen Popära standen auf der Bühne und fast allesamt spielten eigene Songs mit denen sie einst im Beat-Club aufgetreten waren oder coverten Klassiker der Rock- und Popszene aus jenen Tagen.

Wolfgang Niedecken von BAB rockte mit der Peter Maffay-Band mit dem fabelhaften Gitarristen Carl Carlton den Stones-Song „Jumping Jack Flash“ sowie „Hey Joe“ von Jimi Hendrix. Das Beste folgte allerdings, wie so oft, zum Schluss mit Max Buskohl (26), der zu Zeiten des Beat-Clubs längst noch nicht geboren war. Der Ex-DSDS-Teilnehmer und Sohn von Carl Carlton rockte mit einer großartigen Show und der Maffay-Band den alten Small-Faces-Hit „Stay with me“. Der junge Mann hat nicht nur eine starke Rockstimme, die hinter der von Rod Stewart, der seinerzeit den Song sang, kaum nachsteht, sondern zeigt obendrein eine tolle Bühnenpräsenz. Da fiel der eigentliche Stargast des Abends – Peter Maffay – neben ihm kaum noch auf. Zumal sich Maffay diesmal nur als Gitarrist und Background-Sänger beteiligte und keinen eigenen Song sang. Eine ebenso gelungene Fortsetzung gab die Band mit „Really got me“ von den Kinks.

Die Auftritte der Stars Niedecken, Maffay und des jungen Buskohl lagen bereits im zweiten Teil der etwa dreistündigen Show. Vor der – zu langen Umbauphase – überzeugte das Programm ebenfalls.

Die eigens für den Abend zusammengestellte Beat-Club-Band war musikalisch top und die Auftritte von Achim Reichel, Inga Rumpf, Annett Lousian, die wie einst Marianne Faithfull den Stones-Song „As tears go by“ schmachtete oder Echo-Preisträgerin Oonagh, die „Nights in white satin“ sang, machten einfach nur Spaß. Wer den Abend im Pier 2 verpasst hat – kann das Ganze im TV nachverfolgen. Am 26. September gibt es im Dritten die Aufzeichnung aus Bremen zu sehen.

Jetzt sichern: Wir schenken Ihnen 1 Monat WK+!
Mehr zum Thema
Lesermeinungen

Das könnte Sie auch interessieren

Das Beste mit WK+