Shakespeare Company Der Mantel bleibt zu groß

An der Bremer Shakespeare Company inszeniert Stefan Otteni "Maß für Maß" als starkes Spiel um Macht und deren Missbrauch. Auch die Rolle politischer Führung an sich wird beleuchtet.
17.04.2022, 14:00
Lesedauer: 3 Min
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Der Mantel bleibt zu groß
Von Iris Hetscher

Die Präsidentin weiß nicht weiter. "Ich liebe mein Volk, aber ich kann es nicht mehr sehen", sagt Vincentia, und man kann es ihr nicht verübeln. Das Volk lässt Regisseur Stefan Otteni in seiner Inszenierung von "Maß für Maß" an der Bremer Shakespeare Company als amoralisches Lumpenpack auftreten. Die Untertanen Vincentias tragen Wundverbände, die aber eigentlich auf ihre inneren Eiterbeulen hinweisen. Es wird geklaut, gehurt, geschachert, betrogen. Gelogen sowieso. Der moralische Kompass der Gesellschaft ist kaputt, die Gesetze werden nicht mehr befolgt. Daraus folgt keine fröhliche Anarchie, sondern wölfischer Egoismus. 

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