Shakespeare im Park

Bremen. Äste knacken, Frösche quaken – die Shakespeare Company ist wieder im Grünen gelandet. Diesmal gibt es im Freilichtbiotop Melcherswiese jedoch keine neue Inszenierung zu besichtigen. Dafür soll ein Querfeldein-Zug durchs Repertoire zugleich treue und neue Fans locken.
13.07.2012, 05:00
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Bremen. Äste knacken, Frösche quaken – die Shakespeare Company ist wieder im Grünen gelandet. Diesmal gibt es im Freilichtbiotop Melcherswiese jedoch keine neue Inszenierung zu besichtigen. Dafür soll ein Querfeldein-Zug durchs Repertoire zugleich treue und neue Fans locken.

Am Wochenende steht "Sturm" vom vergangenen Jahr auf dem Programm – mit Caliban im Ententeich und asiatischen Luftgeistern hinter Baum und Strauch. Am kühlen Auftaktabend gab man "Verlorene Liebesmüh", kammerspielartiges Lustspiel mit vier stöckelnden Damen, die eigentlich von Kerlen verkörpert werden, welche in einer dezent klamottigen Liebes-Rotation das Spiel von Töpfen und zu findenden Deckeln erproben. Die zugehörigen Kerle werden dabei von den gleichen Spielern gemimt: Wer eben noch als Schnauzbart-Bube einen Paarungstanz aufs Parkett legt, legt gleich danach eine Halskette an und mimt die Herzensdame.

Das wirkt lustig. Zumal dann, wenn ein Verwandlungskünstler wie Marcus Seuß zur Verfügung steht, der amüsant das damenhafte Mienenspiel vorführt. Im Ganzen jedoch bleibt der Eindruck, dass die Company eine solche Gaudi mittlerweile mit routiniertem Temperament herunterspielt. Keinesfalls lustlos, doch im Endergebnis leider eben auch mit ruchbaren Wiederholungseffekten. Sven Garbade

Ein Video-Interview zum Festival "Shakespeare im Park" gibt es im Internet unter www.weser-kurier.de/theater

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