Übersee-Museum Skelette werden zurückgegeben

Das Bremer Übersee-Museum wird Skelettteile von Ureinwohnern an Neuseeland zurückgeben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen.
03.05.2016, 15:42
Lesedauer: 1 Min
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Das Bremer Übersee-Museum wird Skelettteile von Ureinwohnern an Neuseeland zurückgeben. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen.

Der Gründungsdirektor Hugo Schauinsland hatte die menschlichen Überreste 1896/97 von einer Forschungsreise aus Neuseeland mitgebracht. Dabei handelt es sich um zwei Skelette, mehrere Schädel und verschiedene Knochen der Maori und der Moriori.

Neuseeland hatte zuvor um die Rückgabe gebeten. Ein Besitzanspruch Neuseelands sei zwar lange verjährt, teilte der Senat mit. Ein Verbleib im Museum wäre aber aus ethischen Gründen unangemessen. Bereits 2006 hatte das Übersee-Museum zwei Maori-Köpfe an Neuseeland gegeben.

Weil Sammlungsgegenstände, die vor Gründung der Stiftung öffentlichen Rechts im Jahr 1999 ins Museum kamen, sich nicht im Eigentum des Übersee-Museums befinden, liegt die Entscheidung über die Rückgabe beim Senat für die Freie Hansestadt Bremen.

(dpa/wk)

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