Auszeichnungen für literarischen Nachwuchs Stipendium für Helge Hommers

WESER-KURIER-Volontär Helge Hommers und der Kulturwissenschaftler Jörg Kasimir werden für Prosa-Projekte mit Autorenstipendien des Bremer Senators für Kultur belobigt.
20.09.2018, 16:39
Lesedauer: 1 Min
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Stipendium für Helge Hommers
Von Hendrik Werner

Bremen. WESER-KURIER-Volontär Helge Hommers ist für sein Romanprojekt „Die Boomgardens“ mit einem Autorenstipendium des Bremer Senators für Kultur ausgezeichnet worden. Die mit 2500 Euro dotierte Ehrung gilt einem Publikationsvorhaben, das sich mit dem nationalsozialistischen Herrschaftssystem beschäftigt. Unter dem Leitwort „Das letzte Paar Schnürschuhe“ schildert der Literaturwissenschaftler zunächst die Geschichte einer Frau, die 1933 von den Nazis verhaftet wird, weil sie bei einem jüdischen Schuhmacher einkauft. Helge Hommers macht diese Episode im weiteren Verlauf des Textes als Versuch eines jungen Mannes kenntlich, die Erinnerungen seines Großvaters zu notieren. Die vierköpfige Jury würdigt den Beginn dieser Familiengeschichte als „reflektierten Umgang mit dem eigenen Schreiben und den Möglichkeiten, von der Vergangenheit zu erzählen“.

Mit einem Stipendium gewürdigt wird auch das Prosa-Projekt von Jörg Kasimir, der in Bremen Kulturwissenschaften und Philosophie studierte und an Projekten der Städtischen Galerie und der Schwankhalle mitwirkte. Der 1964 in Wolfenbüttel geborene Kasimir verfolgt ein Buchvorhaben mit sechs Erzählungen, von denen der Jury der Abschnitt „Ruinös“ vorlag. Darin geht es um ein polnisches Postamt, das nach dem Kollaps des sozialistischen Blocks geschlossen wird. Der aufgabenlose Posthauptsekretär will die Auflösung wörtlich nehmen. Er begibt sich in die Filiale – und gibt sich dem gemeinsamen Ruin hin. Der Jury gilt das Auftaktkapitel als „Symphonie des Verfalls“, die Kasimir „mit organischen Sprachtönen“ instrumentiere.

Beide Stipendiaten des Senators für Kultur lesen am 15. Januar im Café Ambiente.

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