Kulturdeputation bewilligt 3,66 Mio Euro für Shakespeare Company

Theater am Leibnizplatz wird komplett saniert

Bremen. Die Räumlichkeiten der Bremer Shakespeare Company werden für 3,66 Millionen Euro komplett saniert. Die Arbeiten sollen im Mai kommenden Jahres beginnen. Für die Theatersaison 2011/2012 muss die Company deshalb auf andere Spielorte ausweichen.
09.06.2010, 09:26
Lesedauer: 1 Min
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Von Thomas Joppig

Bremen. Die Räumlichkeiten der Bremer Shakespeare Company werden für 3,66 Millionen Euro komplett saniert. Das hat die Kulturdeputation beschlossen. „Wir haben heute die Weichen für die weitere Zukunft der Bremer Shakespeare Company gestellt“, sagte Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) am Dienstag. Böhrnsen ist zugleich Senator für Kultur. „Ich bin sehr froh, dass es gelungen ist, trotz der engen Haushaltslage diese dringend nötige Maßnahme jetzt auf den Weg zu bringen.“

Die Shakespeare Companynutzt seit 1988 die Aula der Schule am Leibnizplatz. Nach Angaben des Theaters hatte es in den vergangenen 20 Jahren keine Sanierungs- und Instandhaltungsmaßnahmen gegeben, auch im Senat spricht man von einem „erheblichen Sanierungsstau“.

Die Arbeiten sollen im Mai kommenden Jahres beginnen – parallel zur Sanierung der Schule. Für die Theatersaison 2011/2012 muss die Company deshalb auf andere Spielorte ausweichen.

Baufachleute von „Immobilien Bremen“ hatten im vergangenen Winter gravierende Sicherheitsmängel entdeckt. Die verleimten Stützen, auf denen das Dach ruht, klafften teilweise weit auseinander, und waren nicht mehr in der Lage, die Last zu tragen. Schnell wurde Abhilfe geschaffen, berichtet Company-Geschäftsführerin Renate Heitmann. Die veraltete Bühnentechnik stellt ihren Angaben zufolge jedoch weiterhin ein Sicherheitsrisiko dar.

2,5 Millionen Euro für die Sanierung kommen aus dem Sondervermögen „Immobilien und Technik“, das Kulturressort steuert eine weitere Million für die Erneuerung der Bühnentechnik sowie 160.000 Euro für die Instandsetzung des Foyers und der Sanitärtechnik bei.

Auf Vorschlag des Kulturressorts habe die Deputation von einem Theaterneubau aus Kostengründen Abstand genommen und sich für eine Sanierung entschieden, heißt es. Ein Neubau hätte Schätzungen zufolge mehr als sechs Millionen gekostet.

„Ich danke den Deputierten für ihre Zustimmung“,sagte Böhrnsen. „Wir sichern so den weiteren Spielbetrieb für die Bremer Shakespeare Company, die seit 25 Jahren einen festen Platz im Kulturleben unserer Stadt hat.“

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