Kurt-Hübner-Preise der Bremer Theaterfreunde

Alize Zandwijk und Killian Farrell ausgezeichnet

Die Jury hat entschieden: Die leitende Schauspielregisseurin Alize Zandwijk wird mit dem Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde ausgezeichnet. Der Nachwuchspreis geht an den Dirigenten Killian Farrell.
12.06.2020, 17:59
Lesedauer: 2 Min
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Von Weser-Kurier

Bremen. Der Kurt-Hübner-Preis der Bremer Theaterfreunde geht dieses Jahr an die leitende Schauspielregisseurin Alize Zandwijk, mit dem Nachwuchs-Preis wird der 26-jährige Dirigent Killian Farrell ausgezeichnet. Die Preisverleihung findet dieses Jahr nicht zum Ende der Spielzeit statt, sondern wird in den Herbst verschoben. Der Preis, der 1996 erstmals vergeben wurde, ist mit 5000 Euro dotiert, der in diesem Jahr zum ersten Mal vergebene Nachwuchspreis mit 2000 Euro. Er erinnert an den Intendanten Kurt Hübner, der von 1962 bis 1973 das Theater Bremen prägte.

Alize Zandwijk, die aus den Niederlanden stammt, gab ihr Debüt am Theater Bremen in der Spielzeit 2012/13 mit einer Inszenierung von Dea Lohers "Das Leben auf der Praça Roosevelt". Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie leitende Regisseurin im Schauspiel. Die Jury begründet ihre Entscheidung für sie so: Mit „Vögel“ von Wajdi Mouawad gelang der leitenden Regisseurin des Schauspiels zu Beginn dieser abgebrochenen Spielzeit ein sehr intimer, gleichwohl sehr politischer und ungeheuer intensiver Theaterabend, ein Paradebeispiel für die große Könnerschaft, die Regisseurin Alize Zandwijk und ihr überragend agierendes Schauspiel-Ensemble auszeichnet." Gelobt wird auch ihre zweite Produktion, "Frühlings Erwachen", hervorgehoben werden zudem zwei Arbeiten aus der Saison 2018/19: "Der Schimmelreiter" nach Theodor Storm und das Stück "Mütter", das Alize Zandwijk mit Frauen aus Bremen realisierte, und das ein großer Publikumshit ist.

Für Killian Farrell, der in Dublin geboren wurde, entschied sich die Jury aufgrund seiner überragenden Arbeit für die Kammeroper „Jakob Lenz“. Farrell engagierte sich nicht nur stark als Musikalischer Leiter, sondern begeisterte auch mit seiner Publikumseinführung in das Werk von Wolfgang Rihm. Farrell ist seit 2017 am Theater engagiert und ab der kommenden Spielzeit Erster Kapellmeister. Die Jury zeigte sich beeindruckt von der Souveränität, mit der Killian Farrell „die musikalischen Fäden in einem besonderen Musiktheater-Setting zusammenzuhalten wusste und so ein überzeugendes Plädoyer für die Relevanz der Neuen Musik in der Oper lieferte“.

Die Jury setzte sich zusammen aus: Michael Börgerding (Intendant des Theaters Bremen), Ursula van den Busch, Rainer Glaap, Lore Kleinert, Daniel de Olano (Theaterfreunde), Christine Gorny (Radio Bremen), Iris Hetscher (WESER-KURIER), Peter Schulz (freier Journalist), Rolf Stein (Kreiszeitung).

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